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Hilfsangebote
Per Krisentelefon kann jeder um Hilfe bitten

Weißwasser. Soziales Netzwerk Lausitz in Weißwasser steht Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite.

Menschen, die betroffen sind von Suchterkrankungen und seelischen Krisen haben auch zu ungewöhnlichen Zeiten die Chance, Hilfe zu bekommen. Das Soziale Netzwerk Lausitz hält nach wie vor das Krisentelefon bereit, das von 18 bis 21 Uhr zu erreichen ist. Das Besondere dabei: Am anderen Ende der Leitung helfen ausgebildete Suchtkrankenhelfer, die selbst einmal betroffen waren und somit Ihre Ängste, Probleme als auch Sorgen ganz genau verstehen. „Ich möchte Hilfesuchenden in einer schwierigen Situation mit einem offenen Ohr und Rat zur Seite stehen.“ gibt Doreen Wünsche vom Krisentelefon zu verstehen.

Sie weiß, wie es sich anfühlt, wenn eine persönliche Krise einen Menschen zu Boden reißt. Unterstützung erhält sie von Michael Iadorola sowie Günter Schock. „Ich glaube, dass ich durch meine Erfahrungen den seelisch Erkrankten Zuwendung in einer schwierigen Situation geben kann.“, so Günther Schock.

Dabei muss es nicht immer zwingend das Telefonat sein. Angehörige oder Betroffene können auch eine Whatsapp-Nachricht hinterlassen. Hauptsache der Mut wird gefasst, sich Hilfe zu suchen, so das Soziale Netzwerk. Michael Iadorola, der selbst seit Jahren mit Depressionen lebt, fasst es aus seiner Sicht zusammen: „Ich weiß, wie es ist, manchmal allein da zu sitzen. Deshalb finde ich das Krisentelefon eine gute Sache. Nehmt es in Anspruch. Es soll und muss sich keiner für seine Probleme schämen.“

Die Nummer des Krisentelefons lautet: 0176 83 88 33 56. Jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr und jeden Donnerstag von 13 bis 15 Uhr kann man sich bei der Kiss Weißwasser per Skype-Videochat Hilfe holen. Ina Müller von der Selbsthilfekontaktstelle ist Dipl. Sozialpädagogin mit Zusatzqualifikation in Krisenintervention und berät im Rahmen des Projektes „Selbsthilfe im ländlichen Raum“ kostenfrei.