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Weißwasser ist bereit für Burger King

Das Drive-in-Restaurant soll in Weißwasser auf dem unsanierten Teil der Saschowawiese entstehen.
Das Drive-in-Restaurant soll in Weißwasser auf dem unsanierten Teil der Saschowawiese entstehen. FOTO: ckx
Weißwasser. Mehrheitlich hat der Weißwasseraner Stadtrat in seiner Sitzung die baurechtlichen Voraussetzungen auf der Saschowawiese für Burger King geschaffen. Kathrin Jung (SPD) und Bernd Frommelt (KJiK) stimmten gegen den Antrag der Verwaltung. Von Christian Köhler

Silko Hoffmann (Wir für Hier) enthielt sich.

Die Änderung war nötig geworden, so erklärte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext), weil die Fast-Food-Kette ein Restaurant auf dem unsanierten Areal der Saschowawiese errichten will. "Dies bedeutet mehr Arbeitsplätze in der Stadt", sagte Pötzsch.

"Prinzipielle Bauchschmerzen" wegen Burger und Pommes hatte Stadtrat Bernd Frommelt. "Viele Kinder sind durch das Fast-Food-Essen chronisch krank, leiden an Adipositas", so Frommelt. Allein vor diesem Hintergrund könne doch niemand dafür sein, mit ungesundem Essen die Kinder in Weißwasser zu verführen. Schließlich würde sich ein mögliches Restaurant direkt am Schulweg zum Landau-Gymnasium befinden.

Auch Kathrin Jung stimmte der Ansicht von Frommelt zu. "Ich befürchte aber auch Verkehrsstörungen in diesem Bereich", erklärte sie. Schließlich soll das Drive-in-Restaurant direkt am Kreuzungsbereich Karl-Liebknecht-Straße/Berliner Straße und Saschowawiese gegenüber dem Hotel Kristall gebaut werden. "Ich hoffe, da lässt sich noch etwas machen", so die SPD-Stadträtin.

Auch in sozialen Netzwerken wird kontrovers diskutiert.

Ines Kubitz: Lohnt sich das denn in so einer kleinen Stadt?

Sigrid Röhle: Na fein, da kommt wenigstens ein wenig Großstadtfeeling zu uns. Immer nur Döner und Nudeln sind ja langweilig.

Tony Domayer: Lustig ist nur, dass mindestens 50 bis 70 Prozent der Leute, die uns hier was von gesundem Essen erklären wollen, mindestens einmal in ihrem Leben eine Zigarette im Mund hatten …

Ronny Heller: Mehr Konkurrenz belebt den Markt - ich fände es gut.

Patrick Schade: Es gibt doch ausreichend Burger-Anbieter in Weißwasser, die zudem bessere Qualität bieten.

Lars Kuplent: Bestimmt hoffen die Oberen auf einige Minijobs.