Sie beschlossen in der jüngsten Stadtratssitzung eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit von Weißwasser und Forst mit den polnischen Städten Zagan und Zary.
Die Absicht, ein Städtenetzwerk zu knüpfen, hatten die Stadtoberen - Hartwig Rauh für Weißwasser, Dr. Gerhard Reinfeld für Forst, Roman Pogorzelec für Zary und Slawomir Kowal für Zagan - im letzten November in Weißwasser besiegelt (die RUNDSCHAU berichtete).
Nun folgte der Ratsbeschluss mit einem Monat Verspätung gegenüber den damals vereinbarten Terminen. Normalerweise sollte schon alles bis Ende Mai unter Dach und Fach sein.
Diese Kooperation, die vorerst für die kommenden fünf Jahre gilt, soll helfen, die deutsch-polnische Grenzregion weiter zu entwickeln. Bis zum 31. März eines jeden Jahres soll ein gemeinsamer Arbeitsplan aufgestellt werden, heißt es in der Vereinbarung. Dabei geht es ebenso um wirtschaftliche als auch um infrastrukturelle Maßnahmen.
Nicht zu vergessen die Kontakte zwischen den Schulen und Kindertagesstätten, den Vereinen in den Bereichen Sport und Kultur sowie den Tourismus betreffend.
Die jeweilige Kultur des Nachbarlandes von Kindesbeinen an kennenzulernen, die Sprache des anderen zu lernen, Sehenswürdigkeiten gemeinsam zu vermarkten - das gehört zu jenen Dingen, die sich die vier Städte auf ihre Fahnen geschrieben haben.
Je nach Kassenlage denken die vier auch an gemeinsame Projekte, wollen diese dann mit Hilfe von EU-Fördermitteln in die Tat umsetzen.
Die Vereinbarung hat inzwischen auch die Stadtverordnetenversammlung Forst passiert. Dort hatte es anfänglich Unstimmigkeiten gegeben, weil der Forster Bürgermeister im November die Absichtserklärung im Alleingang unterzeichnet hatte. Die Stadtverordneten hatten dann darüber aus der RUNDSCHAU erfahren.
Die „Regie“ übernimmt im kommenden Jahr die Stadt Forst, dann folgt ein jährlicher Wechsel. Das in der Reihenfolge: Zagan, Weißwasser und Zary.