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| 02:56 Uhr

Weißwasser gegen Schnellschuss bei Verkauf der alten Glasfachschule

Weißwasser. Mit zwei Interessenten für die ehemalige Glasfachschule in Weißwasser hat es ein weiteres Gespräch gegeben. Donnerstag saßen diese – darunter eine Rückkehrerfamilie – mit Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) und Projektentwicklern an einem Tisch. ni

Die Rückkehrer, die in Berlin leben, haben sich einen hinteren Gebäudeteil auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal ausgeguckt. Ohne Details zu nennen - "das möchten diese derzeit noch nicht" - deutet Pötzsch an, dass sich die Familie dort beruflich und privat einrichten möchte.

Für die zweite Partei sei es wichtig, so Pötzsch auf Nachfrage, dass die Rückkehrer genauso wie diese am Erhalt des parkähnlichen Charakters des Gesamtareals interessiert seien. Auch der zweite Interessent wolle zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegenüber der Öffentlichkeit sagen, welche Pläne er zum Beispiel mit dem Hauptgebäude, also dem früheren Schulgebäude mit Aula, verfolge. "Nur soviel: Es wird kein Objekt für betreutes Wohnen, und es wird hier auch kein produzierendes Gewerbe einziehen", berichtet Torsten Pötzsch.

Im Mai werde man sich erneut zusammensetzen und über das Vorhaben beraten. "Zwischendurch erfolgt für die zweite Partei noch eine ausführliche Besichtigung im Innern der Glasfachschule." Pötzsch geht davon aus, dass im Verlauf des Jahres weiter sondiert werde, welche Gebäudeteile wer und wie nutzen wolle. "Wir müssen gucken, ob es Fördermittel gibt, denn die alte Ingenieurschule befindet sich ja im Sanierungsgebiet. Alles in allem braucht es ein Gesamtkonzept, einschließlich Medienversorgung. Und dazu müssen dann auch die Stadtwerke mit an den Tisch", so Pötzsch. Schnellschüsse wolle die Stadt vermeiden. "Wir sind in Sachen Glasfachschule nun einmal ein gebranntes Kind."