Seit der Wende ist die Stadt Weißwasser stetig geschrumpft. Die Stadtverwaltung hat dabei jede Menge Infrastruktur und Gebäude mit Hilfe von Fördergeldern zurückgebaut. Ein Teilbereich davon sind auch Garagen. In den vergangenen Jahren sind diese kontinuierlich zurückgebaut worden, informiert nun Baureferatsleiter Thomas Böse.

„Wir hatten rund 3000 Garagen im Bestand“, erklärt er. Derzeit sind es noch 1674. „Mit 1106 davon bestehen noch Nutzungsverträge, die vor 1995 geschlossen worden sind“, so Böse weiter. Jene Nutzer zahlen eine jährliche Nutzungsgebühr von 60 Euro. Das trifft nicht auf die 404 Mieter von städtischen Garagen zu, die diese zu einem späteren Zeitpunkt angemietet haben. „Wir haben bei allen allerdings eine Sicherungspflicht, was uns vor große Herausforderungen stellt“, räumt Thomas Böse ein. So ist etwa die Stadt in der Verantwortung, wenn es ins Dach regnet oder das Schloss defekt ist.

185 Garagen stehen derzeit leer

Der Leerstand der städtischen Garagen liegt derzeit bei 185. „Wer Bedarf an Garagen hat, kann sich gern an das Rathaus wenden“, gibt Böse weiter zu verstehen. In den kommenden Wochen werden 28 davon abgerissen. Jene Garagen befinden sich an der Teichstraße in der Nähe des Bahnhofes der Waldeisenbahn Muskau. Sie sind nach Angaben des Rathauses mit den Mietern bis zum 31. März gekündigt.

Auf dem Areal soll der spätere Radweg „Badeseetour“ vom Turnerheim kommend am Jahnbad vorbei bis zur Pestalozzi-Straße geführt werden. Weil der Untergrund durch das einstige Farbglaswerk vermutlich von Altlasten verunreinigt ist, soll der Radweg über das Terrain mittels Auftrag von Material errichtet werden. Zunächst aber ist der Rückbau der Garagen und die Beräumung des Areals in Richtung Jahndamm vorgesehen. Dort sind mehrere Aufschüttungen von Holz und Verschnitt.

Der Rückbau der Garagen an der Jahnstraße in Weißwasser ist dagegen abgeschlossen, so der Referatsleiter weiter. Ebenfalls eingeebnet ist die Fläche eines größeren Garagenkomplexes am Kromlauer Weg. Das Areal soll als Bauland zur Verfügung gestellt werden. Das hatte der Stadtrat in einem separaten Beschluss verfügt.