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| 15:23 Uhr

Jubiläum
Der Kalender ist prall gefüllt

 Vertreter aus Polen haben rote Rosen zur Festveranstaltung mitgebracht. Darüber freute sich auch Angelika Güttler (3.v..l.) vom Seniorenklub der Kraftwerker.
Vertreter aus Polen haben rote Rosen zur Festveranstaltung mitgebracht. Darüber freute sich auch Angelika Güttler (3.v..l.) vom Seniorenklub der Kraftwerker. FOTO: Arlt Martina
Weißwasser. Ein Doppeljubiläum haben Senioren aus Deutschland und Polen in Weißwasser begangen. Von Martina Arlt

Wenn ein Jubiläum ansteht, dann darf gefeiert werden. Das haben am Freitagabend auch die Mitglieder des Seniorenklubs des Kraftwerkes Boxberg unter Leitung von Angelika Güttler getan. Sie hatten gleich noch ein zweites Jubiläum in petto. So feierten sie 25 Jahre Seniorenklub Kraftwerk Boxberg und zehn Jahre deutsch-polnische Zusammenarbeit mit dem Seniorenverein Zary. Bis auf den letzten Platz waren die Räumlichkeiten in der Tanzschule Weisse in Weißwasser besetzt. 180 Gäste wurden zu dieser Festveranstaltung begrüßt, darunter zahlreiche polnische Senioren.

Immerhin zählt der Seniorenklub Kraftwerk Boxberg allein 221 Mitglieder und ist sehr aktiv. Angelika Güttler hält die große Schar der Kraftwerker zusammen und steht bei der Organisation von vielen Höhepunkten immer in der ersten Reihe. Zählt man die Aktivitäten auch mit den polnischen Senioren zusammen, fanden bisher mehr als 360 Veranstaltungen statt. Oder anders ausgedrückt: Der Angebotskalender der Senioren ist meistens prall gefüllt.

„Ein paar Worte möchte ich schon über die Gründung des Klubs verlieren, die im Jahr 1994 stattfand“, sagte Angelika Güttler. „Die Senioren sind damals aus dem aktiven Berufsleben im Kraftwerk ausgeschieden. Sie hatten alle den Wunsch, auch künftig Kontakt zu halten. Wenn wir heute nach 25 Jahren Resümee ziehen, dann können wir auf ein sehr aktives Klubleben zurückblicken. Hoch erfreut bin ich gleichzeitig über die zehnjährige Partnerschaft mit unseren Senioren aus Zary, die bestens funktioniert.“ Es gab Klubnachmittage zu interessanten Themen, zahlreiche Länder wurden von den Senioren bereist. Kino- und Theaterbesuche, Arbeitseinsätze in Kindereinrichtungen, Skat- und Rommé-Turniere, sportliche Aktivitäten, Radtouren sowie Frühlings- und Herbstbälle sind im Terminkalender fest verankert. Sechsmal jährlich finden mit Senioren aus Zary gemeinsame Veranstaltungen statt. In diesem Rahmen wird auch der Andreastag in Zary gefeiert. Doch die Sprachbarriere zwischen polnischen und deutschen Senioren gestaltet sich noch heute schwierig. Während des Jubiläums kamen Verständigungsschwierigkeiten gar nicht erst auf. Dafür sorgte Barbara Pellart, die bereits mehrere Jahrzehnte in Deutschland lebt.

Wie sagte Angelika Güttler so schön: „Wir nehmen uns Zeit zum Leben. Mit neuem Elan werden wir weiter unser Klubleben gestalten“. Das ist wohl auch der Grund für so viele Aktivitäten, die von den rüstigen Senioren gern angenommen werden. Zur Feier des Tages erklang sogar die Hymne der Kraftwerkssenioren, die von Bernd Balschuweit geschrieben wurde und bereits zum 20. Bestehen des Kraftwerker-Klubs erstmals erklang. Zur Unterhaltung des Abends trugen die Chormitglieder aus Boxberg und Uhyst, 14 Line-Dancer aus den eigenen Reihen des Seniorenklubs sowie Zauberei bei.

In Vertretung von Oberbürgermeister Torsten Pötzsch überbrachte Hartmut Schirrock Glückwünsche der Stadt. Denn auch die deutsch-polnische Partnerschaft liege dem Stadtoberhaupt sehr am Herzen. Der Boxberger Kraftwerksleiter Carsten Marschner gehörte zu den Ehrengästen und stellte gleichzeitig die druckfrische Broschüre zum 50-jährigen Bestehen des Kraftwerkes vor.

Mit roten Rosen reisten indes die polnischen Senioren an. In feierlicher Form und großer Zeremonie wurde die Gratulation von Kazimierz Sznabel, der damals den Klub mit ins Leben gerufen hatte und von Wanda Dobron als stellvertretender Vorsitzende des polnischen Klubs, vorgenommen.