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"Weißwasser – damals & heute"

Anett Felgenhauer und Steffen Müller wollen die Ausstellung mit Informationen erweitern.
Anett Felgenhauer und Steffen Müller wollen die Ausstellung mit Informationen erweitern. FOTO: Martina Arlt/mat1
Weißwasser. In der Galerie "Kunstschmiede" an der Schmiedestraße ist eine neue Ausstellung "Weißwasser – damals & heute" anzuschauen. Anja Holub und Anett Felgenhauer von der Initiative "Sichtbar Weißwasser – von Bürgern für Bürger" haben diese vorbereitet und wurden dabei von Claudia und Steffen Müller unterstützt. mat1

Die Ausstellung lebt von Arbeiten des ehemaligen Weißwasseraners Marcus Henschel, der seit 2004 mit seiner Familie in Bayern lebt. Der 32-Jährige beschäftigt sich in seiner Freizeit gern mit Fotografie. Auch die Geschichte seiner Heimat Weißwasser gehöre zu seinen Hobbys, erfahren die Besucher. Denn nach dessen Meinung würden oft Einheimische nicht schätzen, was die Stadt Weißwasser Schönes zu bieten hat.

Auf jeden Fall findet der Hobbyfotograf, dass sich das Glasmacherstädtchen sehr positiv entwickelt hat. 30 Fotografien von Henschel in dieser Ausstellung, die verschiedene Objekte und Ansichten zeigen, versetzen die Besucher in die alte Zeit und ermöglichen den Vergleich mit dem Hier und Heute. Marcus Henschel hat außerdem ein Faible für historische Ansichtskarten, und diese Sammlung wächst stetig. Seine Leidenschaften verknüpft er gelungen in seinen "Slidern" - das sind Bilder, die den Wechsel zwischen historischer Ansicht und dem aktuellen Bild ermöglichen. Die abgebildeten Motive sorgen bei den Gästen für so manchen Aha-Effekt. Es wird gegrübelt und gefachsimpelt, wo sich denn die Gebäude in der Stadt befinden. "Gern sollen uns die Besucher Geschichten erzählen, wenn sie diese Gebäude noch aus früheren Zeiten kennen und diese vielleicht auch eine tiefere Bedeutung für die Weißwasseraner haben. Auf diese Erinnerungen sind wir ganz gespannt. Dafür liegt ein Buch aus, in dem die Besucher vielleicht kleine Texte niederschreiben können", sagt Anett Felgenhauer. Auf jeden Fall wünschen sich die Organisatoren gute Gespräche und hoffen auf Zeitzeugen zu treffen, die dazu Interessantes berichten können.

Noch ein Tipp von ihr: Die Sichtbar in der Galerie kann von Schulklassen im Rahmen des Geschichts- oder fächerübergreifenden Unterrichts genutzt werden, um mit Zeitzeugen die Vergangenheit zu erobern. Ansichtskarten mit interessanten Motiven aus der Stadt liegen in der Galerie aus.

Geöffnet hat die Galerie montags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Die Ausstellung soll bis Ende Dezember gezeigt werden. E-Mail-Kontakt: sichtbar-wsw@web.de