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| 11:43 Uhr

Wölfe in Sachsen
Weißkeißeler Rat bekommt Infos zum Wolf

Weißkeißel. Bürger sollten Tier-Sichtungen unbedingt melden.

(rw) Ein Teil der Tagesordnung der Weißkeißeler Ratssitzung hat am Donnerstagabend dem Wolf gehört, nicht nur dem auffällig gewordenen Tier von vor einigen Wochen, sondern der Spezies im Allgemeinen. „Es war sehr sachlich und offen, keinesfalls von Polemik geprägt. Es blieb keine Frage unbeantwortet“, schätzt Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) im Nachgang gegenüber der RUNDSCHAU ein. Ilka Reinhardt von Lupus, Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland mit Sitz in Spreewitz, versuchte in der kurzen Zeit, so viel wie möglich an Informationen rüberzubringen. So konnte sie auch Bedenken zerstreuen, ob man sich denn nun überhaupt noch in den Wald beispielsweise zum Pilzesammeln trauen könnte. Mit vor Ort waren Vertreter vom Kontaktbüro, des Bundesforstes und vom Kreisforstamt.

Weißkeißel ist seit 20 Jahren Wolfsgebiet und dennoch müsse es weiter darum gehen, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren und mit Informationen zu versorgen. Deshalb werde nun im Nachgang zur Sitzung überlegt, dass das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen zu einer Informationsveranstaltung einladen sollte, um breitere Teile der Bevölkerung zu erreichen.

Eine solche Versammlung hätte sich Bürgermeister Andreas Lysk in der Zeit gewünscht, als der kranke Wolf zum Jahreswechsel im Dorf für Aufsehen sorgte. „Die Öffentlichkeitsarbeit hätte wirklich besser laufen können“, unterstreicht der Amtschef. Es gehe einfach darum, die Menschen mitzunehmen.

Diese hätten sachlich reagiert, als sie beispielsweise erlebt haben, dass sich Lupus nach den Angriffen auf die Hunde vor Ort gekümmert habe, weiß Ilka Reinhardt aus dem eigenen Erleben. Sie hat in Weißkeißel noch einmal darum gebeten, dass Lupus und Kontaktbüro auf die Mitarbeit der Menschen angewiesen sind. Diese sollen Sichtungen oder ungewöhnliche Erlebnisse mit dem Wolf unbedingt weiter melden.

Das Thema Wolf hat übrigens auch die Bürgermeisterrunde bei ihrer Beratung in dieser Woche in Weißkeißel beschäftigt. Dort war das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen aus Rietschen mit zugegen.

(rw)