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| 16:27 Uhr

Bürgermeister-Gespräch
Weißkeißel wieder ein Stück nach vorn gebracht

Bürgermeister Andreas Lysk ist stolz auf das, was auch im vergangenen Jahr geschaffen wurde. Dazu gehört ein gelungenes Dorffest.
Bürgermeister Andreas Lysk ist stolz auf das, was auch im vergangenen Jahr geschaffen wurde. Dazu gehört ein gelungenes Dorffest. FOTO: Ingolf Tschatsch
Weißkeißel. Bürgermeister Andreas Lysk wünscht sich, dass die Menschen in der Lausitz ernst genommen werden.

Heute starten wir in der RUNDSCHAU eine Interview-Reihe mit den Verwaltungschefs der Region. Sie schauen in den nächsten Ausgaben zurück und voraus. Den Anfang macht Andreas Lysk (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Weißkeißel.

Herr Bürgermeister, was haben Sie, die Verwaltung und der Gemeinderat im Jahr 2017 für die Bürger erreicht?

Andreas Lysk: Ich denke, dass wir ein gutes Jahr im Gemeinderat in Weißkeißel hatten. Mein Dank geht hier auch an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Weißwasser, welche die Verwaltungsaufgaben innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft für Weißkeißel erfüllen. Die im Haushaltsplan enthaltenen Investitionen wurden durchgeführt oder werden in diesem Jahr abgeschlossen. Insgesamt rechne ich mit einem positiven Ergebnis innerhalb der Jahresrechnung, wir haben also die Gemeinde Weißkeißel wieder ein Stück nach vorn gebracht.

Was hat Sie in diesem Jahr persönlich beschäftigt?

Lysk: Besonders beschäftigte mich das Ergebnis der Bundestagswahl im letzten Jahr. Es geht ein Riss durch das Land. Die Bundes-, aber auch die Landesregierung haben teilweise am Volk vorbei regiert und bei der Bundestagswahl dafür die Quittung bekommen. Das Ergebnis und die Gründe wurden ja in allen Medien hinlänglich diskutiert und analysiert. Hier hoffe ich sehr darauf, dass dieser Riss wieder Stück für Stück gekittet wird.

 Welche Projekte stehen für das Jahr 2018 ganz oben auf der Agenda?

Lysk: Wir sind sehr froh, dass wir auch in 2018 wieder in der Gemeinde notwendige Ersatzinvestitionen durchführen können. Insbesondere ist hier die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für unsere Freiwillige Feuerwehr zu nennen. Aber auch ein neuer Multicar mit entsprechenden Anbaugeräten ist dringend notwendig und so auch eingeplant.

Die Region steht erneut vor einem Strukturwandel. Was muss passieren, damit dieser gelingt?

Lysk: Jeder, der hier in Region lebt, weiß, welchen wirtschaftlichen Stellenwert die Braunkohleverstromung in der Lausitz hat. Die Menschen in der Lausitz haben sehr viele Jahre mit und von der Braunkohle gelebt. Diese Menschen müssen innerhalb des bevorstehenden Strukturwandels von Anfang an mitgenommen werden. Dies fängt bei verlässlichen Rahmenbedingungen für den Strukturwandel seitens der Bundesregierung an, bedarf aber auch klarer Perspektiven für die Menschen und Unternehmen in der Region. Es wird dort aus meiner Sicht das Patentrezept nicht geben, aber die Menschen brauchen das Gefühl, dass ihre Ängste um ihre aufgebaute Existenz hier in der Lausitz ernst genommen werden und Wege in die Zukunft aufgezeigt und umgesetzt werden.

Wenn Sie für Weißkeißel einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich wünschen?

Lysk: Erst einmal wäre es sehr schön, wenn wir alle gesund bleiben. Weißkeißel ist ein kleiner Ort, da brauchen wir uns nicht so die Sorgen zu machen. Ich wünsche mir aber, dass Deutschland insgesamt friedlich bleibt, die Terrorgefahr abnimmt und die Regierung sich wieder mehr in den Dienst für das Volk stellt, die Ängste der Menschen ernst nimmt.

Die Fragen stellte Regina Weiß