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| 17:49 Uhr

Gelungenes Dorffest
Feuerwehr und Ritter sorgen für Spannung

 Zum Dorffest in Weißkeißel begeisterten die Ritterspiele mit Bravora und Königs-Fudation aus Polen, auf dem Foto mit den Pferden namens Uncia und Amini.
Zum Dorffest in Weißkeißel begeisterten die Ritterspiele mit Bravora und Königs-Fudation aus Polen, auf dem Foto mit den Pferden namens Uncia und Amini. FOTO: Arlt Martina
Weißkeißel. In der Gemeinde Weißkeißel ist am Wochenende mit den polnischen Partnern ausgiebig gefeiert worden. Von Martina Arlt

Fast jedes Jahr haben die Weißkeißeler Glück, dass das Wetter zu ihrem dreitägigen Dorffest mitspielt. Ein sehr unterhaltsames Programm stellten auch diesmal Bürgermeister Andreas Lysk, Henri Hänchen und der Zamperklub des Ortes zusammen. Um dieses Fest finanzieren zu können, halfen zahlreiche Unterstützer der Region und der Zamperklub mit. Dann feiern nicht nur die Erwachsenen im Freizeitpark, auch für die Kinder gibt es jedes Jahr einen sehr schönen Rummel. Die Riesenrutsche, das Nostalgie-Riesenrad, die Zucker-Burg und auch die Eisenbahn ließen die Herzen der Kinder höher schlagen. Doch ein Höhepunkt hat nun schon seit 14 Jahren in Weißkeißel zum Dorffest Tradition, der Feuerwehrsport. Diese Idee lieferte damals Andreas Lysk. Noch heute steht der Pokallauf im Löschangriff in Weißkeißel jedes Jahr auf der Tagesordnung. In diesem Jahr stellten sich  die Kameraden aus Krauschwitz, Weißwasser, Weißkeißel, Spree sowie aus den polnischen Ortschaften Przewóz und Lipna dem Wettkampf. Andreas Lysk moderierte persönlich den Pokallauf. Nach zwei Stunden standen die Ergebnisse fest: 1. Platz – FFw Spree;

2. Platz – FFw Weißkeißel;  3. Platz – Krauschwitz; 4. Platz – Weißwasser; 5. Platz – Przewóz; 6. Platz – Lipna.

Wenn die polnischen Kameraden ihren Lauf starten, dann ertönt das Sirenengeheul ihrer Feuerwehr. Das ist dort Tradition. Für die bessere Verständigung der polnischen und deutschen Kameraden zeichnete sich besonders der polnische Kamerad Paul aus, der die Sprachen englisch, deutsch, polnisch, russisch und etwas französisch beherrscht. „Die Mannschaft aus Spree hat heute zum zweiten Mal den Lauf bei uns gewonnen. Sollte es diesem Team im nächsten Jahr wieder gelingen, als Sieger hervorzugehen, dann kann es den Bürgermeisterpokal mit nach Hause nehmen“, sagt Andreas Lysk.

 Zum Dorffest in Weißkeißel fanden am Samstagnachmittag Feuerwehrwettkämpfe mit sechs Mannschaften statt.
Zum Dorffest in Weißkeißel fanden am Samstagnachmittag Feuerwehrwettkämpfe mit sechs Mannschaften statt. FOTO: Arlt Martina

„Bereits mehrere Jahre pflegen wir eine gute Partnerschaft zu den deutschen Wehren in Lodenau, Krausch­witz und Weißkeißel. Bei diesen Wettkämpfen ist dabei sein alles, es macht eben Spaß, man kennt sich“, so Paul aus Polen. Denn er weiß genau, Sprache ist der Schlüssel für alles in einem anderen Land.

Auch der stellvertretende Wehrleiter Holger Leue von Weißkeißel war mit der Beteiligung der Wehren recht zufrieden: „Zu unseren polnischen Kameraden haben wir seit fünf Jahren gute Kontakte. Es gibt auch immer wieder Gegenbesuche. Bei unserer Mannschaft aus Weißkeißel laufen auch Kameraden vom Feuerwehr-Sport mit. Sie absolvieren dann im Jahr noch fünf zusätzliche Wettkämpfe mehr“, sagt Holger. Die Feuerwehr Weißkeißel zählt 22 aktive Kameraden und wird von René Glowna geführt. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Preußing war zur Siegerehrung am Samstag vor Ort.

Premiere hatten am Samstag die polnischen Ritterspiele in Weißkeißel, die bei den Besuchern große Resonanz fanden. Die Gäste rückten sich ihre Bänke an den richtigen Platz, um die Vorstellungen vor Ort verfolgen zu können. Die beiden Gruppen Bravora und die Königs Fudation der Familie Niedzwiecki zeigten mit den Pferden Uncia und Amini tolle Kunststücke hoch zu Ross.

Zu den kulturellen Höhepunkten am Samstag gehörten die Wild-East-Country-Dancers aus Weißkeißel, zum Sommernachtsball die Gruppe „NaUnd“ sowie das Höhenfeuerwerk. Am Sonntag spielten die Markgrafmusikanten zum Frühschoppen auf. Bereits am Freitag loderten die Feuerschalen, und die Gäste lauschten der Irischen Livemusik. Die Line-Dancer und die Kegler organisierten die Kaffeetafel. Wer zum dreitägigen Fest etwas Muße für die Geschichte von Weißkeißel hatte, schaute sich in der Heimatstube um.