ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:39 Uhr

Wegen Nötigung im Straßenverkehr vor Gericht

Weißwasser.. Am 18. August 2002 wollte um 7 Uhr ein Landwirt aus Sproitz mit seinem Traktor nach Oberprauske fahren und musste wegen einer Umleitung einen Umweg fahren. (gh)


Auf der Wiese neben dem Weg überholte ihn ein Jeep und stellte sich quer davor, so dass der Zeuge halten musste und zunächst nicht weiter fahren konnte.
Es kam zu einem langen Wortwechsel und zu einer Verzögerung der Weiterfahrt von einer halben Stunde, so dass dem Landwirt angeblich ein Schaden von 300 Euro entstand.
Der Angeklagte, ein 49-jähriger Forstarbeiter, der arbeitslos ist, meinte, dass der Landwirt hätte vorbei fahren können, aber die Konfrontation suchte. Seit 1992 gäbe es schon Konflikte mit ihm. Der Indianer-Verein sei mehrmals angezeigt worden. Es gab Dienstaufsichtsbeschwerden und Fahrten des Landwirts über Wiesengrundstücke.
Rechtsanwalt Georg Blanz aus Niesky bemühte sich, mit Hilfe von Skizzen des Straßenverlaufs und Flurkarten die Sachlage zu erläutern und sprach von einem Pokerspiel, das gegen seinen Mandanten gerichtet war.
Der Vorsitzende Richter Alexander Wilhelm Telle regte an, das Verfahren einzustellen. Staatsanwalt Hauke Hinrichs richtete sein Wort noch einmal an den Angeklagten, der den Weg versperrte, stimmte aber letztlich der Einstellung des Verfahrens zu. Aber der Angeklagte habe die Kosten des Verfahrens zu tragen.
Laut Beschluss wurde schließlich das Verfahren eingestellt.