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WBG als potenzieller Bahnhof-Investor

Weißwasser. Die Wohnungsbaugesellschaft mbH Weißwasser (WBG) könnte der portenzielle Investor für den Bahnhof in Weißwasser sein. Das bestätigt Geschäftsführerin Petra Sczesny auf RUNDSCHAU-Anfrage. Gabriela Nitsche

Fakt ist, dass die Stadt in den nächsten vier Jahren eher keine finanziellen Möglichkeiten habe, das Ge-bäude zu sanieren und dann auch zu betreiben. Deshalb habe es dazu im Juli ein erstes Gespräch mit Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) und Vertretern des städtischen Bauamtes gegeben, so die Unternehmenschefin. Eine erste unverbindliche Prüfung wurde vorgenommen. Auch der WBG liege die Entwicklung und Zukunft des Bahnhofgebäudes sehr am Herzen. Aus Sicht der WBG-Chefin gehöre das zu einer funktionierenden Stadtentwicklung, an der das Unternehmen seit vielen Jahren maßgeblichen Anteil habe. Aber bis es soweit ist, sind noch ganz viele Fragen zu klären, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen, Betreibungs- und Eigentumsvarianten abzuwägen, betont Petra Sczesny. "Und natürlich müssen auch unsere zuständigen Gremien entsprechende Beschlüsse fassen."

Gut sei in jedem Fall, dass der Rat Ende September grünes Licht für den Bauantrag gegeben habe und die Stadtverwaltung diesen nun stellen kann. "Denn auch von seiner Genehmigung, die gut und gerne ein paar Monate dauern wird, wird Einiges abhängen", sagt Petra Sczesny. Fakt sei schon jetzt, dass das Vorhaben in jedem Fall eine riesige Herausforderung für alle Beteiligten darstelle, und es durchaus auch noch ein paar Jahre dauern könne. Aber wenn alle Fragen zufriedenstellend geklärt sind, könne sich die WBG auch dieser Herausforderung stellen.

Während der jüngsten Stadtratssitzung hatte Weißwassers OB lediglich informiert, dass es einen potenziellen Investor gäbe, aber keinen Namen genannt. Nach bisherigen Schätzungen wird von etwa 2,8 Millionen Euro Sanierungskosten für Bahnhof und Außenanlagen ausgegangen. In Aussicht stehe eine 85-prozentige Städtebauförderung. Dabei sind laut Stadtverwaltung mehr als 400 000 Euro der angenommenen Gesamtsumme nicht förderfähig.