ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:28 Uhr

Kommunales
Wasserrechtliche Erlaubnis ist Richtschnur

Schleife. Besitzer von Biokläranlagen in Schleife können, aber müssen sich nicht an die jetzt entstehende zentrale Leitung anschließen lassen.

Die Kommune lässt Straße um Straße mit einer zentralen Abwasserentsorgung erschließen. Einige Anwohner, die bis 2015 ihre dezentrale Kleinkläranlage auf Bio umstellten, sind unsicher, ob sie die Grundstücke jetzt dennoch an die zentrale Leitung anschließen müssen. Bauamtsleiter Steffen Seidlich: „Wie lange die dezentrale Anlage betrieben werden kann, hat die Untere Wasserbehörde in der wasserrechtlichen Erlaubnis festgeschrieben. In der Regel sind es 15 Jahre.“

Aber es gibt auch Bescheide aus der Zeit kurz nach der Wende, die verweisen auf den sofortigen Anschluss an die zentrale Abwasserleitung. Der Amtsleiter macht deutlich, dass aber auch der, der eigentlich noch jahrelang Zeit hätte, schon jetzt auf zentrale Entsorgung umsteigen kann. Vorausgesetzt, am Grundstück führt diese Leitung entlang. „Dann muss derjenige genauso die Anschlussbeiträge bezahlen“, erklärt Steffen Seidlich.

Ein Thema, was vereinzelt Einwohner beschäftige, sind die Geräusche des Hausanschlussschachtes. Im Technischen Ausschuss wurde daraufhin eine schallhemmende Maßnahme diskutiert und sich dagegen ausgesprochen. Alle Anschlussschächte – bisher wurden etwa 150 gesetzt – zu isolieren, sei zu kostenaufwendig. Der System-Hersteller würde von rund 100 Euro sprechen, was allein die Nachrüstung kosten würde.

Die Ausschussmitglieder haben sich deshalb darauf verständigt, wer das Schaumgummi-Element auf eigene Kosten einbauen will, kann das bei der Gemeindeverwaltung Schleife beantragen.

(ni)