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Wassermassen fluten Einkaufsmarkt

Die Kreuzung Görlitzer Straße/Muskauer Straße steht unter Wasser. Ein Platzregen sorgte für eine Überschwemmung.
Die Kreuzung Görlitzer Straße/Muskauer Straße steht unter Wasser. Ein Platzregen sorgte für eine Überschwemmung. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser/Bad Muskau. Hautnah haben die Stadträte von Bad Muskau am Mittwochabend mitbekommen, dass ihre Feuerwehr gefordert wurde. Die Sirene auf dem Dach des Rathauses übertönte kurz nach 19 Uhr auch den lautesten Redner im Ratssaal. Regina Weiß

Kurz vorher hatte es noch geschüttet, wie aus Eimern. Die Folgen davon bekam der Einkaufs-Markt an der Leopold-Schefer-Straße besonders stark zu spüren. Dorthin eilten die Floriansjünger, um das Regenwasser, das sich im gesamten Markt verteilt hatte, wieder rauszubekommen.

Zwölf Kameraden der Wehr Bad Muskau-Stadt griffen vor allem zum Besen, um das Wasser wieder vor die Tür zu befördern. Sturzbachartig war das Wasser von den oberhalb liegenden Flächen und Straßen auf die riesige Parkplatzfläche am Markt zusammengelaufen. Die Abflussrinnen und Gullys hatten keine Chance die Massen abzuleiten. Das Wasser strömte weiter in den Markt und floss den Verkäuferinnen und den Kunden um die Füße.

Mit Wassermassen hatten auch die Anwohner und die Feuerwehr von Weißwasser zu kämpfen. Gleich mehrere Einsatzorte in der Stadt forderten sie. "Kurz nach 18 Uhr ging es los und fast bis Mitternacht waren wir im Einsatz", so Frank Wolsch auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Besonders schlimm sei es in der Straße des Friedens gewesen, wo sich die Wassermassen wieder ihren eigenen Weg in die Tiefgarage gesucht hatten. Und auch aus der Senke an der Rosa-Luxemburg-Straße war innerhalb von Minuten ein See geworden. In der Straße der Glasmacher, an der Heinrich-Heine-Straße oder am Prof.-Wagenfeld-Ring lagen weitere Einsatzorte. Dort eilte die Feuerwehr Krauschwitz-Ost und auch West zu Hilfe. "Keller mussten ausgepumpt werden", so der Wehrleiter von Krauschwitz-Ost Marcel Berno.

In Krauschwitz selbst war dann Donnerstagfrüh der Bauhof gefordert. Denn der Regen hatte reichlich Sand und Dreck auf die Geschwister-Scholl-Straße gespült.

Unabhängig vom Wasser waren die Folgen des Unwetters auch anderweitig in vielen Haushalten zu spüren. In Weißwasser, Krauschwitz und Bad Muskau war kurz nach 18 Uhr der Strom ausgefallen. Reichlich 30 Minuten blieb war das so.

"Wir haben schon überlegt, ob wir die Stadtratssitzung nicht sogar ausfallen lassen müssen", so Bad Muskaus Hauptamtsleiter Dirk Eidtner. Denn von Tageslicht konnte bei den dunklen Wolken urplötzlich keine Rede mehr sein. Wohl dem, der die Taschenlampe immer griffbereit parat hat.