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Wasser marsch im Kiez-Schwimmbad

Ulf Quaas (l.) von Veolia und Kiez-Geschäftsführer Marcel Proske bei der Installation der neuen Messtechnik.
Ulf Quaas (l.) von Veolia und Kiez-Geschäftsführer Marcel Proske bei der Installation der neuen Messtechnik. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Noch läuft Maik Krämer mit dem Kärcher auf dem Grund des Schwimmbades im Kindererholungszentrum am Braunsteich (Kiez) herum. "Der ganze Dreck muss hier weg", sagt er, während er die Fliesen abspritzt. Christian Köhler

Im Winter und Frühjahr hatten sich nämlich allerhand Schmutz und Unrat im Freibad gesammelt, was selbstverständlich dort nicht hingehört.

Das ist aber noch nicht alles: "Was unsere Gäste nicht sehen, für uns aber enorm wichtig ist, ist die Wasseraufbereitungsanlage", erklärt Kiez-Geschäftsführer Marcel Proske. Erst vor gut drei Wochen hatte er den Fördermittelbescheid vom kommunalen Sozialverband Sachsen für die Erneuerung der technischen Anlage erhalten. "Ich baue hier die neue Mess- und Regeltechnik ein", beschreibt Ulf Quaas von Veolia, der die neue Technik installiert. Insgesamt, so Marcel Proske, werden 22 000 Euro in die Schwimmbadtechnik investiert.

Die neue Technik soll künftig automatisch Messungen der Wasserqualität im Freibad vornehmen und bei Bedarf die notwendigen Chlorflocken und Säuren ins Wasser geben. "Die alte Anlage konnte das nicht bewerkstelligen und war in die Jahre gekommen", sagt der Geschäftsführer. Ab Montag soll das Freibad für alle Wasserratten, auch für solche, die nicht im Kiez übernachten, freigegeben werden. Badegäste müssten sich dafür nur an der Anmeldung im Bettenhaus melden. Erwachsene zahlen zwei, Kinder 1,50 Euro.

Ein besonderer Service ist seit dieser Woche ebenfalls für die Schwimmbadbesucher eingerichtet: "Wir haben über eine Richtfunkanlage am Schwimmbad und an der Turnhalle eine Wlan-Verbindung zum Surfen im Netz eingerichtet", berichtet Marcel Proske. Damit die Gäste dort künftig noch schneller ins Netz kommen, strebe der Landesverband der Kieze eine noch bessere Datenverbindung an. "Sollte bis Ende des Jahres noch keine Lösung dafür erreicht werden, müssen wir uns allein kümmern", so Proske.

In diesem Jahr sollen insgesamt 150 000 Euro ins Kiez investiert werden. Nach der Sommersaison steht beispielsweise der Bau eines Abenteuerspielplatzes an - der Stadtrat hat dafür 17 000 Euro städtische Zuschüsse gewährt. Außerdem sollen, wie der Kiez-Chef erläutert, die Notbeleuchtung im Bettenhaus erneuert und die Zuwegung zum Gebäude behindertengerecht umgebaut werden.

"Wir planen zudem eine Solaranlage auf dem Dusch- und Waschhaus in der Bungalowsiedlung zu installieren", blickt Proske voraus. Mit dieser sollen die Kosten die Warmwasseraufbereitung reduziert werden.