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Leag
Wasser flutet bald in Hermannsdorfer See

Luftaufnahme des Bodens vom künftigen Hermannsdorfer Sees.
Luftaufnahme des Bodens vom künftigen Hermannsdorfer Sees. FOTO: Leag
Weißwasser. (ni) Noch in diesem Jahr plant die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) den Start der Flutung des Hermannsdorfer Sees in der Rekultivierung des Tagebaus Nochten. Die Bauarbeiten an der dafür notwendigen Infrastruktur haben jetzt mit dem Herstellen einer 1,4 Kilometer langen Baustraße vom Ufer bis zum tiefsten Punkt des Sees begonnen. Gabriela Nitsche

"Unser Ziel ist es, mit der Flutung zum Ende des Jahres beginnen zu können", sagt der Leiter Geohydrologie und Wasserwirtschaft bei der Leag, Dr. Thomas Koch. "Wir hoffen, der Winter hält nicht zu schnell Einzug, damit die Bauarbeiten für das Flutungsgerinne sowie für das erste Einlaufbauwerk planmäßig voranschreiten können." Vier Einlaufbauwerke sind für den 250 Hektar großen und maximal 25 Meter tiefen See vorgesehen, der ausnahmslos Fauna und Flora vorbehalten ist. Baustart für das erste Einlaufbauwerk soll Mitte Oktober sein. Durch dieses soll das Flutungswasser vom Rohrleitungssystem des Klarwasserableiters Ost in den zukünftigen See geleitet werden. Der Klarwasserableiter Ost wird über eine 300 Meter lange Rohrleitung mit dem Einlaufbauwerk verbunden. "Bei dem Flutungswasser handelt es sich um Reinwasser aus der nahegelegenen betriebseigenen Grubenwasserbehandlungsanlage Tzschelln. Wir werden den See jährlich mit etwa fünf Millionen Kubikmeter Wasser fluten", so Koch weiter.

Bereits im August sind die bergmännischen Nachprofilierungsarbeiten an der Gewässersohle für die Herstellung zweier Inseln und einer Halbinsel gestartet. Diese Arbeiten werden parallel zum Bau der Flutungsinfrastruktur weitergeführt. Gleichzeitig werden verschiedene Monitoringsysteme installiert, mit denen unter anderem die praktische Wirksamkeit der Abdichtung der Gewässersohle überprüft werden kann. "Anhand der Ergebnisse des Oberflächenwassermonitorings können wir die prognostizierte Flutungsdauer von fünf bis sieben Jahren sowie die Menge des notwendigen Stützwassers überprüfen und bei Bedarf korrigieren", so Koch.