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Was in der heutigen Zeit "normal" und was gleichzeitig großer "Mist" ist

Paula Anna-Lena mit ihren Eltern.
Paula Anna-Lena mit ihren Eltern. FOTO: privat
Für die Seniorin Eva Leschke ist der Pkw lebensnotwendig. "Ich bin schwerbehindert, und brauche das Auto unbedingt. ni/ckx

" Kürzlich legten Unbekannte auf einem Reifen Feuer, was von Passanten bemerkt wurde, und Alarm schlugen. Die Polizeistreife löschte den Brand. "Ich danke dafür sehr herzlich. Ich will es mir gar nicht ausmalen, was hätte passieren können", so die Weißwasseranerin.

Begeistert berichtete am Montagabend Ratsmitglied Uwe Horbaschk vom Parkseminar in Kromlau. Der Vorsitzende des Umweltausschusses war erleichtert, als er sagte: "Wir hatten keine Arbeitsunfälle, und das Wetter war auch auf unserer Seite." Ein Dankeschön war ihm besonders wichtig, und das hatte mit Logistik zu tun. Also mit jenen Helfern, die die Aktiven vor Ort unterstützten, das benötigte Pflanzgut heranschafften oder sie versorgten. Einen Namen wolle er nennen stellvertretend für alle. "Ohne Gemeindearbeiter Frank Domel und dessen Hilfe schon seit Jahren würde das Gesamtkonzept des Parkseminars nicht aufgehen."

Der am weitesten Angereiste zum Kromlauer Parkseminar war Domenic Krausch. Er ist in der Eifel zuhause und half zum wiederholten Mal, hieß es. "Wir haben mittlerweile ein gutes Netzwerk aufgebaut", urteilte Uwe Horbaschk. Die Altersstruktur reichte von 14 bis 80 Jahre. "Ich kann nur Positives sagen." Horbaschk riet, sich den Inselteich im Park jetzt mal anzuschauen, um zu sehen, was dort alles geschaffen wurde. Der Gablenzer ist sich sicher, dass es 2017 nicht nur im Oktober das große Parkseminar geben wird, sondern schon ein kleines im Frühjahr. "Wir müssen das Unkraut um die gepflanzten Azaleen entfernen, damit sie sich gut entfalten können".

Paula Anna-Lena Gärtner aus Halbendorf erhielt von den Großeltern, Brigitte und Rolf Taube, zu ihrem Jugendweihegeschenk noch einen Gutschein für eine Baumpflanzung im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Astrid Roscher, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung, nahm sich der Sache an und legte in Absprache mit der Schlossparkgärtnerei Termin, Baumart und Ort der Bepflanzung fest. Endlich war es soweit. Paula fand sich, begleitet von ihrer Großfamilie, am Pflanzort ein. Herr Habedank und Frau Kretschmer hatten schon alles vorbereitet. In einem sehr unterhaltsamen Gespräch begründeten sie den Standort, die Baumart und die Vorgehensweise einer Pflanzung. Gemeinsam setzte man eine Pappel ein und Paula durfte als Erste den jungen Baum mit vorschriftsmäßig gemischter Erde bedecken und ausgiebig wässern. Sie erlebte einen schönen Augenblick in ihrem noch so jungen Leben. Sicher wird Paula noch oft "ihre Pappel" besuchen - möge sie gut wachsen und gedeihen!

Als großen "Mist" bezeichnete Roman Krautz, Seebeauftragter in Boxberg und zuständig für Entwicklung in der Gemeinde, die Regelung des Freistaates, den Ausbau des Breitbandes nur mit 90 beziehungsweise 92 Prozent zu fördern. "Andere Bundesländer fördern den bis 100 Prozent", sagte er mit Blick auf die miese Haushaltslage in Boxberg. Die Gemeinde könne nämlich - ähnlich wie andere im Altkreis - kaum den nötigen Eigenanteil für den Ausbau leisten.

In der vergangenen Woche waren Studenten von Prof. Holger Schmidt von der TU Kaiserslautern in Weißwasser zu Gast. Dort hatte sie Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) in Empfang genommen und sie über die Entwicklung der Stadt informiert. Stolz berichtete er dabei vom "Rückkehrertelefon", was die Stadtverwaltung speziell für Neubürger eingerichtet hat. "Es ist ein großer Erfolg", unterstrich Pötzsch, "aber es gibt auch kuriose Geschichten zu erzählen." So hätte beispielsweise ein Anruf die Stadt erreicht, in dem sich der Anrufer erkundigte, ob Weißwasser einen Aldi und eine dm-Filiale habe. Nur in diesen beiden Läden gäbe es Produkte für die Katzen, die der Anruf nun einmal halte. "Einen Aldi haben wir", soll Pötzsch gesagt haben, "aber mit einer dm-Filiale können wir erst 2018 dienen."

Mit Blick auf die zweite Klage, die Boxberg nun gegen den Freistaat Sachsen anstrengt, ist Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) schon etwas mulmig. "Ja, das ist die zweite Klage in meiner Amtszeit", antwortete er in einem Gespräch mit der RUNDSCHAU, "aber man hat mir gesagt, dass sei in der heutigen Zeit normal."

Bei der Festveranstaltung "50 Jahre Tierpark" am vergangenen Wochenende hatte Tierparkleiter Gert Emmrich auch ein großes Geschenk von der Stadtverwaltung erhalten. "Das fühlt sich ganz leicht an", sagte Weißwassers OB Torsten Pötzsch bei der Übergabe und ergänzte: "Das hat auch seinen Grund: Da ist nämlich nichts drin." Das Geschenk habe eher symbolischen Charakter, denn gemeinsam mit Radio Wsw hatte die Stadtverwaltung sämtliche Filmaufnahmen des Senders zusammengestellt, die über die Jahre entstanden waren. Diese soll nun der Tierpark erhalten.