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Was afrikanische Wildhunde und Wölfe gemeinsam haben

Afrikanische Wildhunde sind mit dem europäischen Grauwolf verwandt. Sie gelten als stark bedroht.
Afrikanische Wildhunde sind mit dem europäischen Grauwolf verwandt. Sie gelten als stark bedroht. FOTO: Fotolia
Görlitz. Dr. Greg Rasmussen und Ilka Reinhardt werden unter dem Titel "Afrika kommt in die Lausitz – was haben Wölfe und afrikanische Wildhunde gemeinsam?" am Montag, 27. red/dh

April, von den beiden Tierarten und ihren jeweiligen Forschungsergebnissen berichten. Die Veranstaltung beginnt im Humboldthaus um 19.30 Uhr. Das kündigt das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz an. Dieses lädt gemeinsam mit dem Senckenberg-Museum für Naturkunde Görlitz sowie Perlenfänger Naturreisen & Artenschutz zu diesem Erfahrungsaustausch der deutschen und afrikanischen Forscher ein. Der Vortrag von Dr. Rasmussen erfolgt in englischer Sprache und wird bei Bedarf übersetzt.

Der afrikanische Wildhund ist laut Kontaktbüro mittlerweile die am meisten bedrohte Tierart in Afrika, denn sein Bestand und Verbreitungsgebiet schrumpfen seit Jahrzehnten. Der Biologe Greg Rasmussen arbeitet in Simbabwe seit mehr als 30 Jahren für den Schutz der stark bedrohten, afrikanischen Wildhunde (Painted Dogs). Neben deren Erforschung setzt er sich für den Erhalt dieser Tierart ein, indem er ein beachtenswertes Bildungsprogramm vor Ort auf die Beine gestellt hat.

Dabei lernen Kinder in Camps mehr über die sie umgebende Wildnis kennen. Die jungen Menschen werden vor Ort zu Biologen ausgebildet, um Rasmussens Arterhaltungsprojekt fortsetzen zu können. Eine Projektreise im September 2015 soll einen informellen und finanziellen Beitrag zu dem Vorhaben leisten. Im Rahmen dieser Reise haben Interessierte die Möglichkeit sich selbst ein Bild von der Arbeit der Stiftung Painted Dog Research Trust Projekts zu machen.

Dem europäischen Grauwolf erging es ähnlich wie seinem nahen Verwandten, dem afrikanischen Wildhund, heißt es weiter in der Mitteilung des Kontaktbüros. Nachdem er über Jahrhunderte verfolgt und bis an den Rand der Ausrottung gejagt wurde, erholt sich sein Bestand in Europa wieder seit den 1970er-Jahren. Auch in Deutschland breitet sich der Wolf wieder aus.

Biologin Ilka Reinhardt vom Lupus-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland begleitet die Ausbreitung des Wolfes seit etwa 15 Jahren. Durch die Forschung des Instituts werden wichtige Erkenntnisse zur Lebensweise der Wölfe gewonnen, die zum Erhalt der Tierart beitragen.

"Afrika kommt in die Lausitz - was haben Wölfe und afrikanische Wildhunde gemeinsam?", Montag, 27. April, 19.30 Uhr; Humboldthaus Görlitz, Platz des 17. Juni 2; Preis: Erwachsene zwei Euro, ermäßigt ein Euro, Kinder bis 16 Jahre frei.