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Warum die Finnen so gern zur Rallye kommen

Das Techniker-Team um die RennfahrerAndreas Schramm und Stephan Reißig vom MC Grünhain ist gut auf das letzte Trabi-Rennen bei der Lausitz-Rallye vorbereitet. Mit den 70 PS unter der Haube bestreiten sie an die zehn Rennen im Jahr. "Die Strecke ist für Maschine und Fahrer sehr anspruchsvoll." Die Trabis starten wegen einer Klassenänderung letztmalig in Boxberg.
Das Techniker-Team um die RennfahrerAndreas Schramm und Stephan Reißig vom MC Grünhain ist gut auf das letzte Trabi-Rennen bei der Lausitz-Rallye vorbereitet. Mit den 70 PS unter der Haube bestreiten sie an die zehn Rennen im Jahr. "Die Strecke ist für Maschine und Fahrer sehr anspruchsvoll." Die Trabis starten wegen einer Klassenänderung letztmalig in Boxberg. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Boxberg. Die 13 könnte sich bei der 19. Lausitz-Rallye als Glückszahl entpuppen. Denn genau so viele Wertungsprüfungen gibt es, die die 99 Teams ab heute Nachmittag absolvieren müssen, bis der Sieger fest steht. Regina Weiß

Die Lausitz-Rallye hat sich im hohen Norden einen Namen gemacht. Bei der 19. Auflage gehen gleich mal vier finnische Teams an den Start. Warum das so ist, dafür sieht Rallye-Organisator Wolfgang Rasper zwei Gründe. Zum einen können die Teams die Lücke zwischen Sommer- und Wintersaison überbrücken, zum anderen ist die Lausitz-Rallye die einzige, bei der sie sich vorher die Strecken angucken dürfen. "Dafür nehmen die Teilnehmer dann schon mal Anfahrtswege bis zu 1200 Kilometer in Kauf", so Rasper. Noch weiter hat es diesmal ein Team aus Bulgarien, das an den Start geht. Das macht auch bayerischer Adel. Albert von Thurn und Taxis, der Erbe des gleichnamigen Fürstenhauses, hat sich schon lange dem Rallyesport verschrieben. "Er wollte wieder unbedingt bei uns fahren. Und hat dafür wohl auch einiges trainiert, fünf, sechs Rallyes quer durch Europa soll er absolviert haben", sagt Konkurrent Christian Doerr.

Nicht nur die Teilnehmer trudeln aus allen Himmelsrichtungen in Boxberg ein, auch die Helfer. Rund 500 sind es in diesem Jahr. Die weiteste Anreise hat eine Frau aus der Schweiz.

Auch Zuschauer werden sicherlich wieder einige Kilometer absolvieren, um den Rallye-Favoriten ihres Herzens am Streckenrand die Daumen zu drücken. Sie haben gleich mehrere Zuschauerpunkte zur Auswahl. Sie alle sind ausgeschildert.

Allerdings müssen sich die Gäste auch auf Straßensperrungen einrichten. So ist der Rundweg am Bärwalder See am Samstag von 8 Uhr bis Sonntag, 30. Oktober, um 12 Uhr für alle Aktivitäten gesperrt. Die S 131 zwischen Kringelsdorf und Reichwalde ist am Samstag von 13.30 Uhr bis 19.30 Uhr nicht befahrbar. Sie kann nur bis zum ausgeschilderten Zuschauerpunkt passiert werden. Weiterhin sind die Thomaswalder Straße von Reichwalde bis Dürrbach am Samstag von 13.30 bis 20 Uhr und in Klitten der Abzweig Rittmeisterweg bis zur Einmündung B 156 für den Verkehr gesperrt.

Heute erfolgt in den Tagesanlagen um 16.20 Uhr der Startschuss für die Rallye. Ab 16.53 Uhr drehen die Autos in der Arena Sprey ihre ersten Runden. Samstag geht es 7.15 Uhr weiter.

Infos unter www.lausitz-rallye.de