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| 13:33 Uhr

Schutz des Waldes
Für Borkenkäfer sind die Bedingungen in diesem Jahr super

Görlitz. Das Kreisforstamt Görlitz empfiehlt Waldbesitzern eine wöchentliche Kontrolle. ISt die Brut bereits im Jungkäferstadium, muss das Holz mit Pflanzenschutzmitteln behandelt beziehungsweise aus dem Wald abtransportiert werden.

Seit Mitte Juli ist ein verstärkter Befall von stehenden, noch grünen Fichten durch Borkenkäfer, insbesondere den Buchdrucker, festzustellen. Darüber informiert das Forstamt des Landkreises Görlitz. Demnach finden die Käfer in diesem Jahr hervorragende Bedingungen vor. Die vielen kleinflächigen und weit verstreut liegenden Windwürfe und -brüche bieten ausreichend Brutmaterial. Begünstigend kommen die lange Trockenheit und die hohen Temperaturen seit dem Frühjahr hinzu. Die Fichten sind geschwächt und können dadurch nicht genügend Harz produzieren, um die Käfer abzuwehren.

Das Görlitzer Kreisforstamt empfiehlt den Waldbesitzern die gefährdeten Bestände (Bestandesränder, Windwurfflächen, alte Käfernester etc.) wöchentlich auf frischen Befall zu prüfen. Erkennbar ist dieser an braunem Bohrmehl, vor allem am Stammfuß, grün abfallenden Nadeln und Einbohrlöchern am Stamm. Befallene Bäume sind sofort einzuschlagen. „Das Entrinden der vom Borkenkäfer befallenen Bäume ist sinnvoll, solange sich die Brut im weißen Stadium befindet (Eier, Larven, Puppen)“, heißt es in der Mitteilung. Sofern sich die Brut bereits im Jungkäferstadium befindet, ist es notwendig, das Holz mit Pflanzenschutzmitteln zu behandeln beziehungsweise es aus dem Wald abzutransportieren.

Zur Klärung offener Fragen stehen die zuständigen Revierleiter zur Verfügung.