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Waggonbauer unterstützen Görlitzer Kinderklinik

Görlitz. Überwältigt von der Anteilnahme der gesamten Görlitzer Bevölkerung am Schicksal des Werkes haben die Görlitzer Waggonbauer eine Spendenaktion "Solidarität ist keine Einbahnstraße" initiiert. Das Geld geben sie nun mit Blick in die Zukunft den jüngsten Görlitzern, teilt Klinikumssprecherin Katja Pietsch mit. red/br

Freude, Dankbarkeit und auch Stolz sind spürbar, als Ronald Knoof und Angela Blocksdorf den Scheck über 1415 Euro an Chefarzt Dr. Hans-Christian Gottschalk überreichen. "Die Görlitzer Waggonbauer waren überwältigt von der großen Anteilnahme der gesamten Bevölkerung an unserer Demo zum Erhalt des Werkes", sagt Ronald Knoof. Etwa 3000 Menschen demonstrierten am 4. März für den Erhalt der Arbeitsplätze. Darunter auch Mitarbeiter des Städtischen Klinikums. Viele haben Bekannte, Freunde oder Angehörige unter den Waggonbauern.

"Wir wollen uns bei der Görlitzer Bevölkerung dafür bedanken", sagt Angela Blocksdorf. Mit dem Ziel, eine gemeinnützige Einrichtung zu unterstützen, startete der Betriebsrat die Spendenaktion "Solidarität ist keine Einbahnstraße". Es beteiligten sich einzelne Kolleginnen und Kollegen sowie ganze Abteilungen. Die Resonanz war überwältigend. Einen großen Teil der Sammlung spenden die Waggonbauer nun der Kinderstation des Klinikums. "Hier geht es um die Gesundheit der jüngsten Görlitzer. Mit unserer Spende setzen wir ein Zeichen für die Zukunft der Region", sagt Ronald Knoof.

Dr. Gottschalk und die leitende Schwester der Station Katrin Schäfer sind sichtlich beeindruckt. "Es hängen Schicksale ganzer Familien an der Zukunft des Waggonbaus", sagt Gottschalk. Und auch die Arbeit in der Kinderklinik hat mit Familien, Schicksalen und Zukunft zu tun.

Es gibt auch schon eine Idee für die Verwendung der Spende. "Es wäre toll, wenn wir es für die künstlerische Ausgestaltung der neuen Kinderklinik im neuen Frauen-Mutter-Kindzentrum nutzen könnten", sagt Schwester Katrin Schäfer. Der Kaufmännische Direktor des Klinikums, Thomas Lieberwirth, überreichte stellvertretend für die Krankenhausleitung den Vertretern der Waggonbauer einen Blumenstrauß: "Wir schätzen ihr Engagement sehr und danken allen, die sich an dieser tollen Spendenaktion beteiligt haben.