(igt) Die Große Karoline bei Gablenz gilt als vorzügliches Angelgewässer, was nicht allein an der guten Wasserqualität mit einem pH-Wert von 6,5 liegt. Der erneute Beweis dafür wurde auf der Jahreshauptversammlung des Angelsportvereins „Petri Heil“ angetreten. Wie Gewässerwart Jens Ganik berichtete, hatten am 5,5 Hektar großen Teich im Zeitraum eines Jahres so viele Petrijünger ihre Ruten ausgeworfen, dass die enorme Zahl von insgesamt 988 Angeltagen zusammen kam. Diese Angabe bezog sich auf 2017, weil die Statistik für das vergangene Jahr noch nicht vorlag. Damit wurde laut Granik die Karoline unter den Angelteichen der Umgebung am dritthäufigsten aufgesucht. Übertroffen worden sei sie nur noch vom Schwarzen Schöps bei Kringelsdorf (1880 Tage) und vom Bärwalder See (1235 Tage). Zu diesem Ergebnis haben die Gablenzer durch ihre regelmäßigen Hege- und Pflegemaßnahmen sowie den Fischbesatz  maßgeblich beigetragen.

So wurde laut Vereinsvorsitzendem Siegmund Kozik 2018 die Begehbarkeit des Uferbereiches am Teich wieder hergestellt. Dazu mussten Äste und Sträucher beseitigt und eine Treppe mit Holzstufen am Damm geschaffen werden. Und weil erneut zwei Bäume in das Wasser gestürzt waren - noch dazu an schwer zugänglichen Stellen -  waren zusätzliche Arbeitseinsätze notwendig. Hier lobte der Vereinschef besonders Sportfreund Bernd Brand. Unter seiner Regie opferten die Helfer zwei halbe Tage ihrer Freizeit, um die Bäume aus dem Teich zu bergen.

Auch beim Fischbesatz sind die Zahlen beachtenswert. Jens Ganik zufolge sind 250 Kilogramm Karpfen mit einem Gewicht zwischen 800 Gramm und 1,4 Kilogramm, 200 Kilogramm Karpfen ab 1,4 Kilo, 30 Kilogramm Schleien, 70 Hechte, 50 Amurkarpfen und sieben Kilogramm Aale eingesetzt worden.

Zur 2018er-Bilanz der Gablenzer gehören auch die Arbeiten im und am Vereinsheim auf dem alten Sportplatz. So sind die rund 100 Vereinsmitglieder beim Anlegen einer Parkfläche hinter ihrem Domizil von Ronny Schröder von der ortsansässigen Firma Martin unterstützt worden. Mit einem großen Bagger half er, den Schotter zu verteilen und das Areal zu planieren. Im Anglerheim  selbst wurde der alte Ofen abgerissen und ein neuer gesetzt. Für die Entsorgung des nicht mehr gebrauchten Ofens auf der Deponie in Weißwasser sorgte Sportfreund Peter Klotzsche. Enrico Bierzahn und sein Sohn wiederum waren es, die die Decke in der Damentoilette erneuerten, weil sich dort ein Marder eingenistet hatte.

Natürlich beteiligten sich die angler auch an den Feierlichkeiten anlässlich der 750. Wiederkehr der Ersterwähnung von Gablenz. Mit einem alten Segelboot setzte sich  der Verein bei diesem Höhepunkt wirkungsvoll in Szene. Außerdem hatte die Truppe ihr Vereinsheim schmuck gemacht, indem ihm Silvio Jordan einen neuen Außenanstrich verpasste und eine neue Beschriftung vorgenommen wurde.