Von Christian Köhler

Kurze Hosen, Sonnenschein und Badewetter. Da liegt die Vorstellung fern, an Weihnachten zu denken. Aber frei nach dem Motto, heute schon an Morgen denken, hofft der Stadtverein und die mobile Jugendarbeit und Soziokultur (SKZ) auf Ideen der Weißwasseraner zur zweiten Auflage von „Weihnachten in der Glasmacherstadt“.

Markt in der Telux

Die soll nämlich wieder auf dem Gelände der Telux in Weißwasser stattfinden, wie Timo Schutza – der für den Stadtverein sowie das SKZ arbeitet – berichtet. „Wir würden gern den Weihnachtsmarkt 2018 mit Bürgern auswerten“, erzählt er, „und auch nach Verbesserungsvorschlägen fragen.“ Zwar haben die Weihnachtsmarkt-Macher viele (positive) Rückmeldungen erhalten, „aber es gibt sicher Dinge, die sich die Weißwasseraner wünschen oder die ihnen nicht so gefallen haben“, ist sich Timo Schutza sicher.

Diskussionsrunde in der Hafenstube am 25. Juni

Deshalb lädt der Stadtverein sowie das SKZ am 25. Juni ab 18.30 Uhr in die Hafenstube. Dort können sich Kritiker und Kreative zu Wort melden. Auch mit Wünschen, etwa welche Ausstellung 2019 gezeigt werden soll, oder wer beim Weihnachtsmarkt selbst mitmachen will, können sich Interessenten an die Macher werden. 

Schon jetzt wissen die Verantwortlichen, dass das Kinderprogramm von 2018 sehr gut angenommen wurde. „Deshalb werden wir davon auch nichts wegnehmen, sondern eher noch ausbauen“, verrät Timo Schutza. Um das Flair auf dem Markt noch weiter zu verbessern, ist der Verein derzeit dabei, neue Hütten zu errichten. Die werden, wie Vereinschef Christian Klämbt berichtet, über das Projekt „Jugend stärken“, was das SKZ gemeinsam mit vielen Partnern realisiert, mit vielen helfenden Händen gebaut.

Kritiker sind aufgerufen, sich einzubringen

Den Verantwortlichen ist klar, dass es trotz des Erfolges von 2018 viele Kritiker gibt. Etwa beim Sommerfest im vergangenen Jahr von CDU-Stadtrat und Unternehmer Andreas Kaulfuß etwa hatten sich mehrere Stadträte sowie AfD-Ortsgruppenvorsitzender und inzwischen neugewählter Stadtrat Roberto Kuhnert den Weihnachtsmarkt-Standort kritisiert. „Der Weihnachtsmarkt gehört auf den Marktplatz“, so Kuhnert. Noch heute steht er nach einem RUNDSCHAU-Gespräch zu dieser Ansicht.

Der Weihnachtsmarkt würde zudem durch den Weißwasseraner Einzelhandel profitieren, hatte 2018 noch Andreas Kaulfuß erklärt. Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf widerspricht dem: „Es ist vielmehr so, dass der Einzelhandel vom Weihnachtsmarkt profitiert.“

Timo Schutza stellt klar: „Wir machen den Weihnachtsmarkt bei uns, auch wenn die Stadt oder ein anderer einen Markt organisieren sollte.“ Auf Nachfrage bei Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) hieß es, dass die Stadtverwaltung keinen eigenen Markt plant. Bislang ist auch noch kein weiterer Organisator eines Weihnachtsmarktes bekannt geworden.