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Vor 50 Jahren am Neuhausener Himmel

Neuhausen.. Ehre wem Ehre gebührt: Wenn heute auf dem Verkehrslandeplatz Neuhausen 20 000 Flugbewegungen im Jahr registriert werden, Segelflieger mit sportlichen Piloten starten und landen und Springer an ihren bunten Schirmen zur Erde gleiten, dann liegt die Geburtsstunde dieses luftigen Treibens (hjs)

südlich von Cottbus nunmehr 50 Jahre zurück. Am 12. Juli fand die erste Veranstaltung auf dem Gelände statt. Der das sagt, gilt als Mann der ersten Stunde: Fritz Roth mann, erster Leiter des Flugstützpunktes. Der „Vater der Neuhausener Fliegerei“ legt Alben, Zeitungsausschnitte und viele andere Belege einer ereignisreichen Chronik vor. Zahlreiche Piloten aus Weißwasser und Umgebung haben hier ebenfalls das Flug-Abc erlernt.
Die erste Veranstaltung wurde am 12. Juli 1953 verzeichnet. Es waren die Bezirksmeisterschaften im Flugmodellsport, die 2000 Zuschauer verfolgten. 65 Modelle stellten die Teilnehmer vor. Eine Woche später dann begann der erste Flugbetrieb, erinnert sich Rothmann. „Der Schulgleiter SG 38 wurde mit der Winde in die Höhe geschleppt.“
Dann folgten die Ereignisse Schlag auf Schlag. Rothmann, mit hohen Segelflugauszeichnungen dekoriert, organisierte den ersten Ausbildungslehrgang. Einer seiner Schüler, Walter Stiller, galt als Fallschirmspezialist und begann 1956 die Neuhausener Sprungausbildung.
1956 galt ohnehin als ein markantes Datum in der Geschichte des Neuhausener Platzes. Die Yak 18 hielt als erstes Motorflugzeug Einzug. Die GST bildete mit den Maschinen Zlin 126 und Zlin 226 Piloten für die NVA aus. MIt Iris Wittig kam die erste MiG-Pilotin der DDR als Ausbilderin nach Neuhausen.
In den Sechziger Jahren begann die Vorliebe für den Motorkunstflug zu blühen. Heinz Richter, Erwin Bläske, Peter Kahle und Manfred Jurk waren die ersten Protagonisten dieses Sports. Ein Höhepunkt waren die 1968 in Magdeburg ausgetragenen Weltmeisterschaften. Erwin Bläske aus Roggosen wurde Weltchampion in der Einzeldisziplin. Er, Peter Kahle und Dieter Kapphahn sicherten für die DDR den WM-Mannschaftstitel.
Aber schon vor dem Start auf dem heutigen Verkehrslandesplatz dienten die Felder des Rittergutes Neuhausen vom Baron von Heinitz den Segelfliegern als Übungsgelände. Heute sind in Neuhausen vier verschiedene Flugsportvereine angesiedelt. Neuhausen wird technisch verbessert - Betonpiste für Grasbahn - und bleibt Schwerpunkt für den Luftsport.