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Von Sieger der Herzen, Schwerpunkten und anderen Zielen

Ein Scheinchen für das neue Projekt des Fördervereins Füst-Pückler-Park ist Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag nach dem Schlossgespräch in Bad Muskau gern losgeworden. Freundlich aber energisch hatte ihn Vereinsmitglied Regina Weiß darum gebeten. Gern erläuterte sie, wofür genau der Verein seines Bundestagskollegen Michael Kretschmer Spenden einsammelt: Es geht um die Exedra-Bank im Badepark. Das Sitzmöbel soll an seinem alten Standort entstehen. Der Entwurf geht auf Schinkel zurück. Bisher geht man von Kosten von rund 120 000 Euro aus.
Ein Scheinchen für das neue Projekt des Fördervereins Füst-Pückler-Park ist Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag nach dem Schlossgespräch in Bad Muskau gern losgeworden. Freundlich aber energisch hatte ihn Vereinsmitglied Regina Weiß darum gebeten. Gern erläuterte sie, wofür genau der Verein seines Bundestagskollegen Michael Kretschmer Spenden einsammelt: Es geht um die Exedra-Bank im Badepark. Das Sitzmöbel soll an seinem alten Standort entstehen. Der Entwurf geht auf Schinkel zurück. Bisher geht man von Kosten von rund 120 000 Euro aus. FOTO: ni
Seit etwa 13 Jahren soll nun schon in Bad Muskau ein Fußgängerüberweg am Marktplatz gebaut werden. Doch gebaut wird dieser immer noch nicht.

Was gab es schon für Diskussionen und Vorschläge! Senior Manfred Weise aus Pechern stellt kopfschüttelnd fest: "Vermutlich wird der Überweg erst fertig, wenn der Berliner Flughafen eingeweiht wird." Da wisse auch niemand, wann das passiert. Für Manfred Weise gleicht die Bürokratie rund um das Thema Streichen der Schildbürger. "Da lachen ja langsam die Hühner", auch wenn es eigentlich zum Heulen sei.

Ein Hohelied hat im RUNDSCHAU-Gespräch der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk aus Weißkeißel auf seine Mitarbeiter angestimmt. Er muss und kann sich auf diese verlassen - zwei wissenschaftliche Mitarbeiter in Berlin, zwei in Görlitz und eine Mitarbeiterin im Bürgerbüro Weißwasser. Hinzu kommt ein Besucherbetreuer. Denn Besucher an seinem Arbeitsort sind dem Weißkeißeler Thomas Jurk besonders wichtig. "Die Besuchergruppen erfahren vor Ort, wie es hier wirklich abgeht. Man kann bei der Gelegenheit Politik besser erklären, als es die wenigen Sätze in den Medien vermögen." Die Informationsvielfalt werde immer größer. Da stünde die Frage, was sind reale Fakten, was nicht. Jurk will, dass das Gute siegt. "Also muss man die Leute mit wahren Informationen versehen."

Mit einem selbst verfassten Gedicht hat sich Fritz Barber von Filmart Potsdam von Wolfgang Zech verabschiedet. Der Trebendorfer, der als Bearbeiter Bergbau elf Jahre in der Gemeinde tätig war, ist nun Ruheständler. Im Gedicht über mehrere Strophen heißt es am Beginn: "Lieber Wolfgang, vielen Dank für die Hilfe jahrelang." Zech freute diese persönliche Art sehr.

Der Schleifer Sven Scholtka wollte beim Badewannenrennen Samstag beim Neptunfest am Halbendorfer See "Sieger der Herzen" werden. Das war der Plan vor dem Rennen. Und er wurde wahr. Nicht zuletzt dank der schönen Nixe an Bord, Diana Zock, und der auffallend mühevoll gestalteten Badewanne. Doch als es um den dritten Platz ging, blieb von dem göttlichen schwimmenden Untersatz nicht mehr viel übrig. Torsten Peto, als Papa Zick gestartet, hatte den Schleifer Neptun samt Crew und Kahn zum Kentern gebracht.

Die Chance, für ein schnelles Ende zu sorgen noch vor dem Start des Badewannenrennens hatte Lothar Ahr. "Soll ich die Konkurrenz ausschalten? Ich muss nur die anderen Paddel einsammeln." Enkeltochter Luisa mit Freundin Sophie siegten auch ohne Opas Hilfe.

Bei dem gleichen Wettkampf waren Rudi und Toni Mäkelburg aus Trebendorf 2016 nicht zu schlagen gewesen. Sie siegten haushoch. In diesem Jahr klappte es nicht so gut. Moderator Olaf sagte augenzwinkernd, Toni habe mit Stefan Garn den Falschen eingekauft. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen …

Für das, was die Männer von der Jetski-Base Partwitzer See beim Halbendorfer Neptunfest zeigten, fand René Blümel vom Aquateam treffende Worte: "Das ist nicht die Dorfliga!" Damit hatte er recht. Die tollkühnen Männer lieferten eine geniale Looping-Show auf dem Halbendorfer See ab.

Erleichtert war der Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch, dass zur Sondersitzung Dienstagabend so viele Räte erschienen waren. In der offiziellen Sommerpause nicht selbstverständlich. "Schönen Dank an alle", hieß es zur Begrüßung.

Torsten Schultze kann sich nichts anderes vorstellen, außer Präsident einer Polizeidirektion zu sein. "Das war schon immer mein Ziel", verriet der neue PD-Chef bei seinem Besuch in Weißwasser in dieser Woche. "Ich habe mit jungen Nachwuchspolizisten gesprochen", erzählte er, "und da hat doch tatsächlich einer gesagt, er wolle nicht Präsident einer Polizeidirektion werden. Das konnte ich nicht verstehen." Manche haben eben andere Ziele, könnte man sagen.

Derzeit haben es Autodiebe vor allem auf Fahrzeuge von Volkswagen in Weißwasser und Umgebung abgesehen. "Und wie ich erfahren habe", so erklärte der neue Polizeipräsident Torsten Schultze, "fährt der Weißwasseraner Oberbürgermeister auch einen VW." Torsten Pötzsch (Klartext) versicherte aber, sein Auto sei noch in seinem Besitz.

Weil in Boxberg an der Spreestraße immer wieder Müll illegal entsorgt wird, sind mehrere Gemeinderäte verärgert. Hauptamtsleiter Arian Leffs machte dabei darauf aufmerksam, dass Schilder oder Schranken die Unbelehrbaren nicht davon abhalten würden. Es helfe nur eines: "Wer jemanden dabei beobachtet, Kennzeichen aufschreiben und anzeigen", sagt Leffs. Gemeinderat Frank Müller hat aber noch eine andere Idee: "Man könnte ja auch ein Zelt aufstellen und sich auf die Lauer legen …" Das gefiel dem Hauptamtsleiter. Er sicherte zu, Müller umgehend ein Zelt zur Verfügung zu stellen.

Bei der Einwohnerversammlung in Weißwasser hat sich Martina Weber vom Landratsamt Görlitz ausdrücklich für die Vorzüge des Krankenhauses in der Glasmacherstadt ausgesprochen. "Ich selbst habe mich schon hier operieren lassen", sagt die Sozialdezernentin. Es gebe ausgezeichnete Ärzte und Koryphäen in Weißwasser. Beispielsweise die neue Chefärztin für Kindermedizin, Ulrike Wetzel, habe hervorragende Kenntnisse und sei freiwillig "von Cottbus nach Weißwasser gezogen".

Auf die Frage von Professor Holger Schmidt an die Sozialdezernentin des Landkreises Görlitz, ob Weißwasser bei der Kassenärztlichen Vereinigung künftig einen Schwerpunkt bildet, reagierte Martina Weber nüchtern: "Die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen hat überall Schwerpunkte."

(ni/ckx)