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| 01:04 Uhr

Von Modellbau über Keramik bis zur Malerei

Noch bis zum 16. Januar ist die Ausstellung „Natur-Technik-Kunst – die Station stellt sich vor“ im Weißwasseraner Glasmuseum zu sehen. Darauf, dass dieses gemeinsame Projekt des Fördervereins Glasmuseum und des Kinder- und Jugendfreizeitvereins gelingt, stießen Macher und Fans beider im Rahmen der feierlichen Eröffnung an. Von Gabi Nitsche

Das war am Freitagabend, und im Glasmuseum herrschte so ein dichtes Gedränge, dass die aufgestellten Stühle nicht ausreichten. Die Organisatoren freute dieser Zuspruch. Schon oft half der eine Verein dem anderen, wenn spezielle Vorhaben auf der Tagesordnung standen. Deswegen sei es eine besondere Ehre für den Förderverein Glasmuseum, dass sich die Station gerade in ihrem Gemäuer präsentiert.
In den Ausstellungsräumen teilen sich nun Wissens- und Sehenswertes über das Thema Glas mit dem, was in den Arbeitsgemeinschaften an der Station entstanden ist. Dazu gehören neben einer TT-Eisenbahnanlage - von den Elektronikern unter Leitung von Dietmar Wolf gefertigt - umfangreiche keramische Gegenstände und Skulpturen, weihnachtliche Basteleien. Da fährt ein Eskimo Ski, sind diverse Schneemänner auf Achse und vieles mehr. Hoch oben auf den gläsernen Vitrinen thronen Schiffs- und Flugzeugmodelle. Sie entstehen unter Leitung von Waldemar Klatt und in Zusammenarbeit mit dem Modellsportclub Lausitz.
Seit dem Jahre 1953 gibt es die Station Junger Techniker und Naturforscher in Weißwasser. Mehrere Generationen von Kindern und Jugendlichen, aber auch Pädagogen sowie andere naturwissenschaftlich-technisch oder künstlerisch Tätige waren und sind mit ihr verbunden. Darunter einige, die selbst als Kinder und Jugendliche ihre ersten vertiefenden naturwissenschaftlich-technischen oder künstlerischen Schritte in der Station an der verlängerten Lutherstraße unternahmen. Darauf wies Vereinsvorsitzender Frank Spreer in seiner Laudatio hin.
Seit 1992 ist der Verein Träger der Station. "Sie ist wie auch das Glasmuseum ein fester Bestandteil der an Kultur nicht eben verwöhnten Stadt Weißwasser", so Spreer. Beide Einrichtungen eine das Bestreben, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Technik, Kreativität und künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten vertraut zu machen.
Hauptanliegen des Stationsteams ist das Angebot von Projekten und Arbeitsgemeinschaften zur Freizeitgestaltung und außerschulischen Wissensaneignung im naturwissenschaftlich-technischen sowie künstlerisch-kreativen Bereich, stellte Frank Spreer klar. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Internetseite, die Auskunft gibt über zahlreiche aktuelle Projekte. Grafisch gestaltet wurde diese von Karsten Noack und technisch umgesetzt von der Computer-AG und dem Programmierkurs, dessen Leiter der Vereinschef ist. Er arbeite mit Sigmar Geier und Ran dolf Rotta zusammen, meinte er.
Auf der Seite erfährt der Interessierte zum Beispiel Details über das derzeitige LOS-Projekt „Steuern und Regeln am PC“ . "Gerade dieses Projekt zeigt eine andere, wichtige Nebenwirkung unserer Tätigkeit: Wissensvermittlung zur Berufsvorbereitung. Denn machen wir uns doch nichts vor - Jugendlichen, die sich in den Weiten unserer Republik nach einer Lehrstelle umsehen, stehen fundierte technische Vorkenntnisse immer gut zu Gesicht, um ein Aufnahmegespräch mit Erfolg zu überstehen. Gleichfalls waren und sind die Werke unserer jungen Künstler eine hervorragende Eintrittskarte für ihren späteren beruflichen Werdegang", wandte sich Frank Spreer an die Gäste der Ausstellungseröffnung.
Die erfuhren des Weiteren, dass es auch das Projekt „Natur auf der Kippe“ gibt, für das Vattenfall Unterstützung leistet.
An der Station Junger Techniker und Naturforscher ist weiterhin der Keramikverein Weißwasser beheimatet und betreut durch Irmgard Schindler die Keramik-AG.
Seit 1975 leitet Gerd Hallaschk die AG Malen und Zeichnen. Im Nachwuchsbereich unterstützen ihn dabei Sabine Gutjahr und Rainer Franz, wusste Spreer zu berichten. Seit 1987 finden jährlich die Werkstattwochen „Bildende Kunst“ in Kooperation mit dem Kinderkulturhaus Zary und das jeweils im Wechsel in Polen und Deutschland statt.
Die aktuelle Ausstellung sei eine hervorragende Möglichkeit für die AG-Mitglieder, ihr Geschaffenes der Öffentlichkeit zu präsentieren. Für sie ist die Schau und die Reaktionen darauf das, was für den Bühnenkünstler der Beifall ist. so der Vereinschef am Freitagabend.

Dies & Das Zur Ausstellung im Glasmuseum
  Oberbürgermeister Hartwig Rauh gehörte zu den Gästen der Ausstellungseröffnung am Freitagabend und wünschte dem gemeinsamen Vorhaben gutes Gelingen.
In der ständigen Ausstellung des Glasmuseums befinden sich das Modell einer Slawenburg, die Terrakottafiguren am Modell der Glasmacherwerk stelle und seit kurzem das Modell der ältesten Weißwasseraner Glashütte, der Gelsdorfhütte. Sie wurden in den Arbeitsgemeinschaften der Station gefertigt
Am Tag der Sachsen in Weißwasser war die Station Junger Techniker mit einem Schaufahren der Schiffsmodellsportler (gemeinsam mit dem Modellsportclub Lausitz organisiert) ebenso beteiligt wie mit der Einsteinmeile der Elektronik-AG, im Künstlerhof der Stadtbibliothek sowie beim Festumzug mit dem Modell des Glasmacherbrunnens. Durch die AG Kfz-Technik - Chef ist bereits seit 1964 der langjährige Stationsleiter Hubert Henschke - und die Mitglieder der Kreativwerkstatt unter Manuela Marschner wurde der Umzugswagen gestaltet.
Geöffnet ist das Glasmuseum Montag, Dienstag, Donnerstag von 10 bis 15 Uhr, Mittwoch von 10 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr. Sonnabend ist geschlossen.