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Von Geldknappheit und Fort Knox

Als im Gemeinderat Krauschwitz über die neuen Wehrleiter für Sagar und Pechern abgestimmt wurde, verlas Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) die Namen der Protagonisten. Diese stehen nicht nur bei der Feuerwehr ihren Mann. rw/ckx

"Die, die aktiv sind, sind überall aktiv", so der Gemeindechef.

Wenn der Krauschwitzer Rat zusammentritt, werden den Räten auch immer die nächsten Termine mitgeteilt, die in der Kommune anstehen. Da durfte der Hinweis auf das Schneetreiben bei Fellers (am heutigen Samstag) nicht fehlen. "Am 4. Februar soll es doch schon wieder 15 Grad Celsius warm sein", warf Thomas Nagorka mit Blick auf die Terminwahl und den Schnee der zurückliegenden Wochen ein. "Wie man es macht, macht man es sowieso falsch", erwiderte Bürgermeister Rüdiger Mönch.

In Bad Muskau wurde sehr aufmerksam registriert, dass Gablenz seine Bürger zum Neujahrsempfang einlädt. Stadträtin Heidi Knoop (die Linke) sprach das Thema an und warf ein, dass Bad Muskau auch eine Würdigung der städtischen Honoratioren gut zu Gesicht stehen würde. "Mein Jahresbudget reicht nicht mal für das Büfett", erklärte Bürgermeister Andreas Bänder (CDU). Er hatte als Gast in Gablenz gesehen, was man dort aufgetafelt hatte.

Während des Technischen Ausschusses in Rietschen entflammte eine Diskussion darüber, wer letztlich die Zeche zahlt, wenn eines Tages der Bergbau in der Lausitz eingestellt wird. Keinen Hehl aus seiner Meinung machte dabei Gemeinderat Gerd Wenzel (Freie Wähler): "Wenn man Studierter ist, kann man vieles definieren und Verantwortungen festlegen. Aber sind wir doch einmal ehrlich: Diese Rücklagen, von denen Sie reden, die die Konzerne bilden sollen, sind doch bloß Buchgeld. Die sollten lieber Gold aus Fort Knox herholen, das ist noch in 1000 Jahren etwas wert. Alles andere ist doch Quatsch."

Dass in der Lausitz hochdeutsch gesprochen wird, fällt vielen Einheimischen kaum auf. (Stichwort: "Mach'ocke) Wer aber eine andere Sprache spricht, ist hier bestens aufgehoben. So wie die Norwegerin Maria Sandvand, die derzeit ein halbes Jahr in Weißwasser ist. "Ich war einmal in Berlin oder auch in Bayern. Da verstehe ich kein Wort", gibt sie zu. Mal sehen, wie lange es dauert, bis einer zu ihr sagt: "Sag'ocke mal!"