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Von Erichs Lampenladen und dem "TBC Teicha"

"Im so dirty" (Ich bin so dreckig) steht auf einer Fensterscheibe an der Ziegelstraße in Weißwasser. Dem kann man nichts hinzufügen.
"Im so dirty" (Ich bin so dreckig) steht auf einer Fensterscheibe an der Ziegelstraße in Weißwasser. Dem kann man nichts hinzufügen. FOTO: ckx
Als jüngst der Technische Ausschuss von Bad Muskau zusammen kam, fehlte Stadtrat Michael Lang (Bürgerverein). Seine Entschuldigung war, er habe dienstlich in Bad Saarow zu tun.

Bis 20 Uhr wollte er zurück sein. "Da ja in Brandenburg die vorherrschenden Geschwindigkeiten 70 und 80 km/h sind, kann das schon mal länger dauern", warf Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) dazu ein.

In eben jener Ausschusssitzung sollte über den Bau eines Einfamilienhauses in Bad Muskau entschieden werden. "Forever young" so der Hausmarkenname. "So sieht es auf dem Plan gar nicht aus, es ist eher ganz klassisch", fand Bürgermeister Andreas Bänder (CDU). Wahrscheinlich deshalb auch der Name, fand Stadtrat Thomas Krahl. "Forever young" heißt übersetzt, für immer jung.

Robert Noack aus Uhyst ist bekennender Filmautofan. Diese Kategorie hat auch wieder ihre eigene Ecke bei den Oldtimerwelten Insel Classic, die heute und morgen im Spreedorf stattfinden. Beim Pressetermin in Uhyst bekam die RUNDSCHAU einen Trabi vorgestellt. Und schon begann die Reporterin zu mutmaßen, in welchem Film dieser eine Rolle gespielt haben könnte. "Geht es diesmal um ,Go Trabi go'?" lautete die Frage. Die Frau von Robert Noack fing herzhaft an zu lachen und meinte nur: "Oh großer Fettnapf!" Der Uhyster hatte aus dem Trabi-Kübel ein Ranger-Fahrzeug aus dem Film "Jurassic Park" werden lassen, erfuhr die Heimatzeitung wenig später.

Auch in diesem Sommer hat auf der Wake and Beachanlage am Halbendorfer See wieder der Wettbewerb Lolek und Bolek stattgefunden. Dabei werden Zweier-Teams ausgelost. Chef André Böhme musste als "Joker" diesmal selbst mit ran. Daran waren seine Kinder "schuld", die die Lose gezogen haben. Am Ende stand er ganz oben auf dem Treppchen. Aber auch ein Zweitplatzierter freute sich. Der stellvertretende Bürgermeister von Schleife, Jörg Funda, landete auf dem Silberrang. "Eine tolle Sache", erklärte er und meinte damit die gesamte Veranstaltung.

Nach einem knappen Vierteljahr ist der Schleifer Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) wieder zurück auf seinem Chefstuhl in der Gemeindeverwaltung. Die Ratssitzung am Dienstag hat er genutzt, um sich bei allen zu bedanken, die ihm in der Zeit seiner Krankheit geholfen oder die besten Genesungswünsche überbracht haben. Bork zählte auf: die First Responder (Ersthelfer), die Amtsleiter, die Gemeindeverwaltung, Gemeinde- und Ortschaftsräte, Bürgermeisterkollegen und Bürger. Ein Lob ging an seine Stellvertreter Jörg Funda und Ingo Herschmann. Wobei der Erstgenannte den Hauptteil erledigte. "Er hat es mit Bravour gemacht", so Bork. Dass Dankeschön aussprechen zu können, sei ihm persönlich sehr wichtig, unterstrich Bork. Jörg Funda erklärte dann auch: "Es ist uns eine Freude, dass Reinhard Bork wieder bei bester Gesundheit unter uns ist." Auch Funda bedankte sich für die gewährte Unterstützung. In Richtung Gemeindeverwaltung sagte er: "Ihr habt es mir leicht gemacht."

Am vergangenen Samstag war auch in Bad Muskau Einschulung. Für Bärbel Aulich, Leiterin der Fürst-Pückler-Grundschule, ihre 28, dabei ist ihre eigene mitgerechnet. "Drei will ich noch machen", sagte sie lachend.

Sigune Hilke, Kämmerin in Rietschen, entgeht nichts. Hatten doch in dieser Woche im Gemeinderat nach zwei Abstimmungen einmal zwölf und einmal 13 Stimmen auf ihrem Zettel gestanden. "Irgendwo fehlt hier jemand", richtete sich Sigune Hilke in die Runde. Erneut wurde abgestimmt, gezählt und noch mal abgestimmt. "So, jetzt haben wir ja fast namentlich unser Votum gegeben", konstatierte Bürgermeister Ralf Brehmer, nachdem nun 13 Räte ihre Stimme abgegeben hatten.

Landtagsabgeordneter Lothar Bienst (CDU) hat in seiner Jugend auch Eishockey gespielt. Uns zwar bei "TBC Teicha". Ganz recht, TBC. "Wir hatten damals bei uns so ein Tuberkulose-Krankenhaus", erklärte er bei einigem Gelächter. "Und mein Vater hatte an einem Holzstock eine Alukelle montiert. Weil die sich aber nicht mit den Schienbeinen meiner Gegner vertragen hatte, musste ich immer ins Tor."

Dass Weißkeißel - ganz zum Ärger von Bundestagsabgeordnetem Thomas Jurk (SPD) - keine Eishockeymannschaft hat, ist bekannt. Da bekam Frank Budszuhn in dieser Woche bei der Vorstellung des neuen Banners für 85 Jahre Eishockey in Weißwasser wohl Mitleid: "Aber dafür hat Weißkeißel etwas, was keine andere Gemeinde im Landkreis hat: ein Windrad." Da musste selbst Thomas Jurk lachen.

Als Planer Armin Ussath in dieser Woche den Rietschenern erklärte, dass es im Kino auch eine neue Bespannung für die Akustik geben müsse, musste Ratsmann Horst Mrusek (Freie Wähler) einhaken: "Die Stoffe sind aus Rothenburg und in Handarbeit gefertigt worden. Das Unternehmen ist weltbekannt, hat sogar den Palast der Republik ausgestattet. Die Stoffe müssen doch noch gut sein." Trotz dieses Einsatzes und die Untermauerung mit "Erichs Lampenladen" konnte sich Mrusek nicht durchsetzen. "Wir bauen für die nächsten 50 Jahre um", so Ussath. Also doch neue Stoffe. )