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| 13:41 Uhr

Gablenz
Zampergeld fließt in Sprossenwand

 Endlich, geschafft! Das gute Stück steht. Eifrig beim Aufbau der Sprossenwand waren am Wirken: Robert Paulik, Alexander Twartz, Philipp Budszuhn und Mathias Mersiowsky (v.l.).
Endlich, geschafft! Das gute Stück steht. Eifrig beim Aufbau der Sprossenwand waren am Wirken: Robert Paulik, Alexander Twartz, Philipp Budszuhn und Mathias Mersiowsky (v.l.). FOTO: Ingolf Tschätsch
Gablenz. Für den guten Zweck sind Mitglieder vom Jugendclub Kromlau unter die Handwerker gegangen. Die Gablenzer Knirpse freut es. Von Ingolf Tschätsch

Die Mädchen und Jungen der Kita Knirpsenland in Gablenz sind längst zu Hause. In der Einrichtung müsste eigentlich am späten Nachmittag weitgehend Ruhe herrschen, sieht man einmal von der Tätigkeit der Reinigungskräfte ab. Im Sportraum brennt jedoch noch Licht. Von dort dringen außerdem Arbeitsgeräusche nach draußen. Drinnen ein ungewohntes Bild. Vier junge Männer sind mit Eifer dabei, eine Sprossenwand aufzubauen. Nein, keine Firma ist hier am Werke, sondern der Jugendclub Kromlau mit seinem Chef Robert Paulik sowie Mathias Mersiowsky und Philipp Budszuhn. Unterstützt wird das Trio von Alexander Twartz, einem ehemaligen Mitglied des Jugendclubs, der als Sprecher des Elternrates der Kita fungiert.

Das Ganze entpuppt sich als eine uneigennützige Initiative der jungen Leute aus Kromlau. Robert Paulik lüftet das Geheimnis. „Wir waren in diesem Jahr im Ort wieder auf Zampertour. Im Club haben wir uns entschlossen, einen Teil des Geldes, das wir dabei eingenommen haben, für einen guten Zweck zu spenden. Für unsere Kita in Gablenz“, erklärt er. Konkret handelt es sich dabei um eine Summe von 410 Euro.

Knirpsenland-Leiterin Margitta Masopust ist den Jungs dafür unendlich dankbar. „Sie haben bei uns angefragt, wofür wir das Geld gern verwenden möchten. Da fiel uns der Sportraum ein, der noch ziemlich kahl und nackig ist. Eine Sprossenwand wäre dort genau das Richtige. Sie wurde dann im Internet bestellt, und jetzt kriegt der Raum endlich eine Seele“, erzählt sie. Alexander Twartz habe die Sache schließlich seitens des Elternrates mit angeschoben. Dass der Jugendclub nicht nur diese Summe gespendet hat, sondern die Sprossenwand sogar nun selbst mit aufbaut, dafür findet Margitta Masopust immer wieder anerkennende Worte.

Dass sich die Kromlauer bei ihrer Aktion gerade für die Kita entschieden haben, kommt nicht von ungefähr. Ein Kind von Robert Paulik besucht die Einrichtung, während das andere sie bereits verlassen hat. Auch die Tochter von Alexander Twartz wird dort betreut. So gesehen besteht schon ein guter Draht der jungen Männer zum Knirpsenland.

Der Aufbau der Sprossenwand ist gar nicht so einfach. Immer wieder müssen die fleißigen Helfer zusammen mit Margitta Masopust in die Bedienungsanleitung schauen. Doch dann nach etwa zweieinhalb Stunden „schmückt“ das gute Stück fertig montiert den Sportraum. Da ist es bereits nach 19 Uhr. Um diese Zeit genießen andere bereits ihren verdienten Feierabend. „Ich freu mich so sehr“, bleibt der Gablenzer Kita-Leiterin da nur noch zu sagen.

 Endlich, geschafft! Das gute Stück steht. Eifrig beim Aufbau der Sprossenwand waren am Wirken: Robert Paulik, Alexander Twartz, Philipp Budszuhn und Mathias Mersiowsky (v.l.).
Endlich, geschafft! Das gute Stück steht. Eifrig beim Aufbau der Sprossenwand waren am Wirken: Robert Paulik, Alexander Twartz, Philipp Budszuhn und Mathias Mersiowsky (v.l.). FOTO: Ingolf Tschätsch