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Sächsisch-tschechische Zusammenarbeit
Vom Feriencamp bis zur Film-Fachtagung

Zittau. Kleine Projekte, die der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit dienen, werden mit 166 000 Euro unterstützt.

Weitere 16 grenzübergreifende Kleinprojekte werden mit 166 000 Euro gefördert. Laut dem Verein Euroregion Neisse hat das der Lenkungsausschuss Interreg in dieser Woche während seiner Sitzung in Zittau entschieden. Für die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien bedeute dies viele neue Impulse.

So wird die Gemeinde Markersdorf bei der Durchführung eines internationalen Ferienlagers für 30 Kinder im Juni. Die Stadt Zittau wird bald ihre Bürger im Rahmen des Projektes „Musik verbindet über Grenzen hinweg“ zu einer Kulturreise nach Ceská Lipa aufrufen können. Die Musikschulen der beiden Städte werden gemeinsam zwei Workshops durchführen.

22 Gruppenleiter aus den beiden Ländern nehmen an einem speziellen Kurs für Multiplikatoren der internationalen Arbeit teil. Der Kinder- und Jugendring Sachsen wird gemeinsam mit dem tschechischen Verein „Spolecnost pro Luzické hory“ dabei Seminarmodule zu Themen wie organisatorische, rechtliche und finanzielle Aspekte der internationalen Arbeit, Kennenlernen der deutschen und tschechischen Sprache, Kultur und interkultureller Besonderheiten oder Erlebnispädagogik anbieten.

Der Landschaftspflegeverband Zittauer Gebirge und Vorland wird die Tradition des Bergwiesenfestes beleben. Die Besucher können sich auf ein Programm freuen unter anderem mit Sensenwettbewerb, einer Kräuterexkursion, Basteln mit Naturmaterialien für Kinder, Herstellen einer Holzskulptur sowie einer Nutztierschau.

Der Verein Kunstbauerkino mit dem Theater aus Varnsdorf wird eine Fachtagung zum Thema mittel- und osteuropäische Filme durchführen. 15 Experten aus Deutschland, Polen und Tschechien werden durch Impulsreferate und Filmausschnitte einen Überblick über die aktuellen mittel- und osteuropäischen Filme geben. Zusätzlich wird es eine Diskussion unter Vertretern der Filmverleihe und -institutionen, Kinobetreibern, Filmemachern sowie -produzenten geben, die aufzeigen soll, wie ein breites Publikum für osteuropäische Filme erreicht werden kann und diese im Mainstream etabliert werden können.

Alle diese Projekte werden zu 85 Prozent mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt.

(red/dh)