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Vom Autokino bis zum Seniorentanz

Sebastian Krüger (v.l.), Christian Klämbt und Timo Schutza eröffnen am 16. September das Soziokulturelle Zentrum in der Telux.
Sebastian Krüger (v.l.), Christian Klämbt und Timo Schutza eröffnen am 16. September das Soziokulturelle Zentrum in der Telux. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Mit schwerer Technik sind derzeit die Mitarbeiter der Garage in der Telux zugange. "Wir machen hier einen Durchbruch", erklärt Sebastian Krüger, als er im Rohbau des künftigen Kulturcafés "Hafenstube" steht. Christian Köhler

Es soll, neben einem Außenbereich, regelmäßig geöffnet haben und als offener Tagestreff genutzt werden können. "Einmal im Monat wird in unserer Hafenstube zudem eine Veranstaltung für Jung und Alt geboten", berichtet Krüger.

Bis zur Eröffnung des Soziokulturellen Zentrums in der Telux in Weißwasser am dritten Septemberwochenende ist jedoch noch einiges zu tun, wie Vereinschef Christian Klämbt unterstreicht. Und das nicht nur in baulicher Hinsicht - bislang wurden laut Klämbt 20 600 Euro in die Telux an Renovierungskosten investiert und insgesamt acht Büros und Seminarräume geschaffen.

In den vergangenen Wochen habe es nämlich immer wieder Treffen und Absprachen mit dem Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien gegeben, wie Birgit Weber, Beigeordnete des Landkreises Bautzen und Mitglied im Kulturraum auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigt. "Wir haben uns die Einrichtung in Weißwasser angesehen", erklärt sie, "und haben viele gute Ansätze gehört." Allerdings müsse es Ziel sein, einen Ort zu kreieren, der für alle Bevölkerungsschichten Angebote unterbreitet. "Es geht nicht nur darum, Veranstaltungen durchzuführen, sondern eine Anlaufstelle für Kultur und Teilhabe zu schaffen", sagt Birgit Weber.

Und genau das, so Christian Klämbt, habe man vor: "Kulturelle Bildung, Leistungen der Jugendhilfe und Beratungsangebote sollen den größten Teil unserer Arbeit ausmachen." Man wolle sich inhaltlich am Landesverband der Soziokultur orientieren, bei dem die Garage Mitglied ist. Zudem soll es ab Oktober auch ein Kino-Angebot geben. "Wir planen ein Autokino im Hinterhof", verrät Timo Schutza vom Verein. Bei den Veranstaltungen wolle man alle Altersschichten ansprechen, setze auf Kleinkunst, Seniorentanz und biete Räume zur Vermietung für andere Vereine an.

Vereinschef Christian Klämbt sieht die Telux, "in der nun die Vereinsarbeit konzentriert ist", dafür als perfekten Ort, denn die Wege zum Jobcenter, zum Jugendamt oder ins Stadtzentrum seien kurz. Der Programmplan für den Rest des Jahres sieht bisweilen mehrere Veranstaltungen in der Telux vor. Erst am vergangenen Samstag wurde mit der Schuleinweihung für die Abc-Schützen der Froboeß-Schule begonnen. "Wir werden für größere Veranstaltungen den großen Saal nutzen", sagt Klämbt. Künstler und Mitglieder des Europachores hätten dem Saal eine ausgezeichnete Akustik bescheinigt.

Am 16. September, zur offiziellen Eröffnung des Soziokulturellen Zentrums, soll ein buntes Familien-Programm geboten werden. Streetart, Kreativangebote und die Vorstellung des Konzeptes für die Soziokultur und der Sicherheit in der Telux stehen dann auf dem Plan. "Wir wollen auch erklären, wo künftig Parkplätze für Veranstaltungen zu finden sind", so Timo Schutza. Zudem sehen die Verantwortlichen einen großen Bedarf an Angeboten im Norden des Landkreises, in Weißwasser und gerade auch im Stadtviertel an der Gartenstraße. "Wir wurden von vielen Anwohnern bereits angesprochen", berichtet Sebastian Krüger, "und haben dabei sehr positives Feedback erhalten." Generell biete die Garage an, dass sich Bürger und Einwohner an dem Konzept in der Telux und an der Gestaltung der Räume einbringen. "Unser Credo ist, macht es zu eurem Haus", erklärt Sebastian Krüger. Jede helfende Hand sei willkommen. Ohnehin werde vieles im Ehrenamt realisiert und organisiert.

Unterdessen habe der Verein, wie vom Weißwasseraner Stadtrat gefordert, sämtliche Ausgaben dem Rathaus vorgelegt. Während der Juni-Sitzung des Rates wurde nämlich beschlossen, 20 000 Euro an Zuschuss einzufrieren. "Wir haben zudem einen Antrag beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gestellt", berichtet Christian Klämbt. Mit dem Fördergeld soll Barrierefreiheit sowie eine behindertengerechte Toilette gebaut werden. Viel Arbeit also bis zur Eröffnung im September.