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| 16:49 Uhr

Weißwasser
Vogelzüchter sind zufrieden mit neuem Ausstellungsort

Beste Unterhaltung mit Engelstrompete Marion Erge mit der Harfe sowie Hagen Hördler, Nadja Poser und Florian Schroeder (hinten).
Beste Unterhaltung mit Engelstrompete Marion Erge mit der Harfe sowie Hagen Hördler, Nadja Poser und Florian Schroeder (hinten). FOTO: Arlt Martina
Weißwasser. Mehr als 1000 Besucher an der Telux, gute Stimmung – und doch ärgert sich Vereinschef Hördler über ein Detail bei der Vorbereitung. Von Martina Arlt

Während seit mehr als 20 Jahren die traditionelle Vogelausstellung im Farmerhaus Weißwasser stattfand, luden diesmal die Mitglieder der Vereinigung der Ziergeflügel- und Exotenzüchter Weißwasser in ein anderes Domizil der Stadt ein. Denn das Gelände an der Telux bot für die Exoten-Schau 2018 gute Bedingungen. „Bei der Suche einer neuen Location für uns war Andreas Nelte als Geschäftsführer der Telux sehr behilflich. Wir mussten uns umorientieren, die Halle richteten wir entsprechend her. Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen. Sicherlich bietet das Freigelände noch Potenzial, besonders für die mittelalterlichen Präsentationen und Aktionen“, so der Vereinsvorsitzende Hagen Hördler, der den Verein mit den 17 Mitgliedern seit Jahren leitet.

In der Halle präsentierten zehn Aussteller ihre schönsten Exoten in 55 Volieren. Aus fast allen Kontinenten waren in Weißwasser Tiere vertreten, es fehlten nur Pinguine. Mehr als 150 Tiere zeigten sich von der schönsten Seite. Dazu gehörten Sittiche, Kanarien, Finken, Papageien. Der Tierpark Weißwasser bereicherte die Ausstellung bei Telux mit einem Uhu, einem Steinkauz und mehreren Mönchsittichen. Erstmals wurde eine Kollektion von Amazonen in den Volieren gezeigt.

Bereichert wurde die Veranstaltung mit einer Mineralienausstellung. Sechs deutsche und drei polnische Sammler stellten ihre mineralischen Raritäten aus. Die Kultur kam auch diesmal nicht zu kurz. Am Samstagabend gab es ein Konzert mit der österreichischen Mittelalterband „abinferis“, und sogar eine Feuerschau gehörte zum abendlichen Programm.

„Im nächsten Jahr besteht unser Verein 55 Jahre. Dann werden wir künftig auch einmal ab und zu das Rahmenprogramm etwas verändern. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dann statt Mineralien uns einmal Archäologen einladen“, so Hagen Hördler, der sich jedoch über eine Sache in diesem Jahr so richtig ärgerte: „Es kann nicht sein, dass ein Stadtrat unsere ganzen Werbeplakate für diese Veranstaltung an den Litfasssäulen überklebt und seine eigenen Werbeplakate anbringt. So etwas macht man einfach nicht.“

Mehr als 1000 Besucher finden jedes zu diesem Spektakel, das von den Exotenfreunden mit großem Aufwand ausgerichtet wird. Unterstützung erhielten sie dieses Jahr vom Stadtverein Weißwasser, dem polnischen Verein, von Mitstreitern aus dem Haus am Hain. Auch die Mitarbeiter vom Soziokulturellen Zentrum nebenan haben immer ein offenes Ohr, wenn sie irgendwie helfen können.