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| 01:30 Uhr

Vier Parkpflegestützpunkte für den Gartenkulturpfad Nochten

Wie es sich für eine Schirmherrin geziemt: Volkmar Pirl überreicht Bettina Bernadotte einen Schirm. Foto: Regina Weiß
Wie es sich für eine Schirmherrin geziemt: Volkmar Pirl überreicht Bettina Bernadotte einen Schirm. Foto: Regina Weiß FOTO: Regina Weiß
Nochten. Gräfin Bettina Bernadotte ist die neue Schirmherrin für den Gartenkulturpfad „Parks und Gärten beiderseits der Neiße“. Die entsprechende Urkunde wurde am gestrigen Donnerstag von Bettina Bernadotte, Geschäftsführerin der Mainau GmbH, und Volkmar Pirl, Vorsitzende des Fördervereins Fürst-Pückler-Region Bad Muskau, während einer Tagung in Nochten unterzeichnet. Regina Weiß

„Ich übernehme die Schirmherrschaft sehr gern“, erklärte Bettina Bernadotte, die damit in die Fußstapfen ihrer verstorbenen Mutter Gräfin Sonja tritt. „Das Thema Gärten bewegt die Menschen emotional sehr. Ich hoffe, dass mit dem Gartenkulturpfad Menschen bewegt werden, noch mehr für Gärten und Parks zu tun“, erklärte sie. Sie wolle aus der Ferne oder vor Ort, das Mögliche leisten, um das Projekt, „zu dem so viele Gärten gehören“, zu unterstützen. Danach freute sie sich auf den Rundgang durch den Findlingspark Nochten, dem sie das erste Mal einen Besuch abstattete. Dort wurde zudem ein Götterbaum gewässert, als symbolisches Zeichen für den Gartenkulturpfad. Dieser umfasst 20 Anlagen in Deutschland und in Polen.

Dieses Projekt wurde bekanntlich ins Leben gerufen, um Parks im Dornröschenschlaf diesseits und jenseits der Neiße wieder zum Leben zu erwecken beziehungsweise Parkbetreiber bei der Pflege ihrer Anlagen zu unterstützen. Nach jahrelangem Ringen um Modalitäten und Fördermöglichkeiten konnte Geschäftsführerin Annemarie Harzbecher darüber berichten, wie der Status quo aussieht. Die Finanzierung ist über das deutsch-polnische Förderprogramm „Ziel 3“ anvisiert. Unter der Überschrift „Tourismusmarketing und Pflegemanagement für Parks und Gärten beiderseits der Neiße“ sollen vier Parkpflegestützpunkte entstehen. Jeweils einen wird es im Landkreis Görlitz, im Kreis Bautzen sowie Boleslawec (Bunzlau) und Jelenia Gora (Hirschberg) geben. Pro Stützpunkt sind ein Parkmanager, ein Assistent, zwei bis drei Gärtner und geförderte Arbeitskräfte der jeweiligen Kommunen geplant. Wichtiger Punkt sind Ausbildung und Qualifizierung. Diese soll nicht im luftleeren Raum, sondern in den jeweiligen Parkanlagen vor Ort passieren. Annemarie Harzbecher und Volkmar Pirl nutzten gestern die Gelegenheit, um sich bei denen zu bedanken, die das Vorhaben bislang unterstützt haben. Das fing bei den Mitarbeitern im Büro des Fördervereins in Bad Muskau an und setzte sich über Vattenfall, die Lenard-Bernadotte-Stiftung, den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, die Euroregion Neiße sowie die Sparkasse fort.

Neben der Arbeit im Pflegemanagement setzt der Förderverein weiterhin auf Parkseminare. „Diese sind ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements“, so Annemarie Harzbecher.

„Unser Park war zugewachsen bis obenhin. Dank ihrer Hilfe, werden nun wieder Sichtachsen sichtbar“, lobte etwa Marie Therese von Werner von der Hedwigsstiftung, die das Gutshaus und den Park Morawa (Muhrau) betreuen, in Richtung Förderverein und vor allem Annemarie Harzbecher. Diese wird jetzt das neue Team für das Projekt Gartenkulturpfad einarbeiten. Brigitta Wendt, Landschaftsarchitektin aus Halle und die Polin Anita Grutkowska haben den Staffelstab übergeben bekommen. Beide freuen sich auf die Aufgaben und wollen sich für die Entwicklung des grenzüberschreitenden Projektes einsetzen. Unterstützung gerade auch in finanziellen Dingen für die Pflege der Parks erhoffen sich alle von der bundesweit agierenden Stiftung Gartenkultur, die noch in diesem Jahr gegründet werden soll. Initiiert wird sie vom Gartennetzwerk Deutschland, in dem der Förderverein aktiv mitwirkt.