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| 13:31 Uhr

Aus dem Krauschwitzer Gemeinderat
Vier Meter hohe Lärmschutzwand für Krauschwitz

 Hier soll eine vier Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werden. Auf der rechten Seite soll der Supermarkt und dessen Ladezone entstehen.
Hier soll eine vier Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werden. Auf der rechten Seite soll der Supermarkt und dessen Ladezone entstehen. FOTO: Christian Köhler
Krauschwitz. Der neue Supermarkt in Krauschwitz soll nur unter hohen Auflagen errichtet werden. Dem möglichen Lärm soll nun eine Mauer Einhalt gebieten. Das fordert das inzwischen fünfte Gutachten zum Immissionsschutz. Von Christian Köhler

Manche Vorschriften können überraschen. Dazu zählt sicher auch ein Fall aus Krauschwitz, der am Dienstag während der Ratssitzung zur Sprache gekommen ist. Damit ein neuer Supermarkt an der Görlitzer Straße entstehen kann, hat die Gemeinde einige Anstrengungen auf sich genommen. So sind etwa ein Einzelhandelskonzept auf den Weg gebracht und mehrere Änderungen im Bebauungsplan (B-Plan) vorgenommen worden.

Wie Marcel Hänchen vom Bauaumt nun berichtet, soll die Ladezone des neuen Marktes eine vier Meter hohe Lärmschutzwand erhalten. „Sie wird etwa 25 Meter lang und als Abgrenzung zu dem Grundstück errichtet, auf dem sich heute ein Döner-Laden befindet“, erklärt Hänchen. Der Betreiber des Supermarktes habe den Auflagen zugestimmt – denn er ist es, der alles umsetzen muss „und nicht die Gemeinde“, wie Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) nicht müde wird, zu betonen.

Hintergrund dieser „Mauer für Krauschwitz“, wie das Vorhaben einige schon während der Sitzung betitelten, ist, dass sich bei der Aufstellung eines B-Plan der Landkreis zum Immissionsschutz eingeschaltet hat. Insgesamt fünf Gutachten sind seither erstellt worden. Das jüngste fordert eben jene Schallschutzwand. Diese sei nötig, weil auf dem angrenzenden Grundstück „ein Baurecht für ein dreigeschossiges Gebäude besteht“, so Marcel Hänchen. Das Haus steht zwar noch nicht, könnte aber eines Tages gebaut werden. Und darauf müsse schon jetzt Rücksicht genommen werden, hieß es.

Ferner fordert der Kreis, dass der neue Supermarkt in der Nachtzeit zwischen 22 und 6 Uhr nicht betrieben werden darf. Das soll in einem städtebaulichen Vertrag garantiert werden. Auch müsse sichergestellt werden, dass möglicher Lärm vom Parkplatz in dieser Zeit nicht ausgehen darf.

Bei zwei Enthaltungen ist der B-Plan durch den Rat angenommen worden. Dieser liegt nur zur Einsichtnahme in der Gemeindeverwaltung. Kommen keine erneuten Einwände, kann der Rat den B-Plan umsetzen.