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Bildung
Vielfalt trifft auf großes Interesse

Eleonore (5) ist mit  ihrer großen Schwester Penelope (10/M.) und den Eltern zum Landau-Gymnasium gekommen, denn Penelope möchte hier gern ab September Schülerin sein.
Eleonore (5) ist mit  ihrer großen Schwester Penelope (10/M.) und den Eltern zum Landau-Gymnasium gekommen, denn Penelope möchte hier gern ab September Schülerin sein. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Weißwasser. Samstag hat das Landau Gymnasium seine Türen weit geöffnet. Vor allem den Grundschülern und deren Eltern wurde gezeigt, was Lernen hier bedeutet und welche Möglichkeiten es gibt. Von Gabi Nitsche

Wenn das Landau Gymnasium zum Tag der offenen Tür einlädt, dann ist das jedes Mal wie ein Schulfest, freut sich Leiterin Andrea Herda. Und am Samstag herrschte wieder einmal ein mächtiges Gewimmel vom Keller bis zum Dach, einschließlich der Sporthalle auf der anderen Straßenseite. „In dem heutigen Vormittag stecken unheimlich viel Vorbereitung. Das ist schon eine mächtige Herausforderung für alle Beteiligten“, lobt und dankt die Chefin ihren Kollegen und Schülern. Jeder, den man fragte, versicherte, es auch gern zu machen.

Das große Interesse vor allem der jetzigen Viertklässler von verschiedenen Grundschulen war ein schönes Dankeschön. „Egal, wen man anspricht, die Lehrer sind sehr offen, kommen auf einen zu und erklären, beantworten unsere Fragen“, sagt die Mutter von Penelope. Ihre zehnjährige Tochter sei genauso begeistert von den Angeboten am Gymnasium wie ihre Mutter, verrät diese.

Die elfjährige Juana aus Gablenz zeichnet gern und schaut deshalb ganz gespannt in den Raum, wo der Schleifer Künstler Frank Stein mit den Schülern aus dem Kurs Airbrushen auf dieses Ganztagsangebot Appetit macht. Einmal die Woche zwei Stunden nach dem Unterricht profitieren interessierte Mädchen und Jungen von seinem Können. „Zurzeit sind wir dabei, Ideen für eine Wandmalerei zusammenzutragen.“ Der Künstler zeigt Juana, wie das mit dem Airbrushen funktioniert und wie man am Tablet kreativ sein kann. Dass sich das Mädchen selbst ausprobieren darf, ist heute sozusagen Pflicht.

Auf dem Flur nimmt Hannes Toischer gerade Martina Henke in den Arm, die seine Klassenlehrerin war. „Ich hab 2015 Abi gemacht, studiere in Zittau Maschinenbau. Das ist ein duales Studium, und ich bin bei Siemens“, erzählt der aufgeschlossene junge Mann. Er kommt gern immer wieder her, habe auch im Dezember in seiner „alten“ Schule Studienberatung gemacht. Kaum verabschiedet er sich, steht die nächste „Ehemalige“ vor der Lehrerin – Katrin Koch ist mit Sohn Louis hier. „Ich möchte unbedingt her“, sagt der Junge, der vor allem technikinteressiert sei und gern Mathe mache.

Die Möglichkeiten, die sich den Schülern bieten – zurzeit sind es 616, die drei- bis vierzügig von 50 Lehrern unterrichtet werden, so Andrea Herda – scheinen schier unendlich. Kay Waldzel und Kevin Szonn aus der Klasse 8/3 bestätigen das. Sie haben sich beide gegen das naturwissenschaftliche und für das künstlerische Profil entschieden und sind glücklich damit, sagen die Schüler, die heute Arbeiten aus dem Profil präsentieren. Auf einem Flur gestalten Hanna, Nora, Sebastian – er ist im Schülerrat – und Paula eine Wand. „Wir setzen uns für eine Schule ohne Rassismus, aber mit Courage ein“, sagt Paula.

Zum Tag der offenen Tür schauten auch etliche ehemalige Schüler vorbei. Zur Wiedersehensfreude kam es auch bei Hannes Toischer, der 2015 das Abi machte, und Lehrerin Martina Henke.
Zum Tag der offenen Tür schauten auch etliche ehemalige Schüler vorbei. Zur Wiedersehensfreude kam es auch bei Hannes Toischer, der 2015 das Abi machte, und Lehrerin Martina Henke. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Louis geht noch in die 4. Klasse der Bad Muskauer Grundschule und möchte gern ab der 5. Klasse ans Gymnaisum. Deswegen war er mit seiner Mutter Katrin Koch am Samstag beim Tag der offenen Tür.
Louis geht noch in die 4. Klasse der Bad Muskauer Grundschule und möchte gern ab der 5. Klasse ans Gymnaisum. Deswegen war er mit seiner Mutter Katrin Koch am Samstag beim Tag der offenen Tür. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Juana ist elf und sehr daran interessiert, was Künstler Frank Stein im Airbrush-Kurs  wöchentlich einmal mit den Schülern macht. Die Gablenzerin konnte sich beim Tag der offenen Tür am Landau-Gymnasium gern selbst ausprobieren.
Juana ist elf und sehr daran interessiert, was Künstler Frank Stein im Airbrush-Kurs  wöchentlich einmal mit den Schülern macht. Die Gablenzerin konnte sich beim Tag der offenen Tür am Landau-Gymnasium gern selbst ausprobieren. FOTO: Gabi Nitsche / LR