ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:45 Uhr

Viele Fragen bleiben offen

Christian Köhler
Christian Köhler FOTO: Heike Lehmann
Kommentar. Vor dem Gesetz ist jeder gleich, heißt es. Das sollte auch für Asylbewerber gelten. Christian Köhler

Nun wäre im Fall von dem Libyer, der sich in Niesky alles andere als zivilisiert verhalten hat, ein Deutscher auch nicht anders verurteilt worden. Denn letztlich konnten nicht alle Vorwürfe stichhaltig bewiesen werden. Im Zweifel also für den Angeklagten. Das ist richtig so!

Aber: Wie kann es sein, dass sich der Libyer nach Belgien absetzen konnte und dafür keinerlei Konsequenzen erfährt? Ist es Asylberechtigten doch nicht erlaubt, das Land zu verlassen. Wie kann es sein, dass mehr als zwei Jahre vergehen, bis sich die Justiz der Sache annimmt? Wie kann es sein, dass nach Aussage der Wachfrau mehrere Asylbewerber "nur zum Geldabholen in die Unterkunft" kommen, sonst aber niemand wüsste, wo sie sich aufhalten? Und konnte der Heimbetreiber die Kosten, die es dann ja gar nicht gab, bei einer Behörde geltend machen? Es bleiben Fragen offen - und ein fader Beigeschmack.