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| 12:56 Uhr

Polnische Fachleute verstärken Fundament
Viadukt im Muskauer Park wird saniert

Im Rahmen der Sanierung des Viaduktes erneuert eine polnische Firma die Zinnen.
Im Rahmen der Sanierung des Viaduktes erneuert eine polnische Firma die Zinnen. FOTO: Joachim Rehle
Bad Muskau/Leknica. Experten setzen bei der Sanierung des Bauwerks im Muskauer Park auf eine neue Technologie. Von Torsten Richter-Zippack

Ursprünglich sollte die Sanierung des Viaduktes im polnischen Teil des Muskauer Parks bis Ende September abgeschlossen sein. Daraus dürfte aber nichts werden. Denn die Arbeiten verzögern sich, teilt Renata Stachanczyk vom polnischen Parkbüro mit. Grund bildet eine Änderung der Technologie bei der Sanierung der Fundamente des Viaduktes. Statt einer ursprünglich vorgesehenen Injektion kommen jetzt Mikropfeiler zum Einsatz, erklärt Stachanczyk. Darüber hinaus seien bislang unbekannte Elemente des Bauwerkes, die bislang tief unter der Erdoberfläche lagen, entdeckt worden. Dabei handele es sich unter anderem um Öffnungen im Mauerwerk. Auch dadurch sei eine Änderung der Sanierungstechnik vonnöten.

Bislang haben die polnischen Fachleute unter anderem die Fassaden des Viaduktes saniert. Dabei mussten diverse Graffiti entfernt werden. Die Arbeiten hatten Ende Juni begonnen. Die Sanierung wird durch ein EU-Programm gefördert.

Das Viadukt aus dem Jahr 1861 überspannt ein enges Tal am Herrenberg. Das Bauwerk gilt als Eingangstor zur in unmittelbarer Nähe gelegenen Baumschule. Über die Konstruktion führt ein Weg zu einer von Parkbegründer Hermann von Pückler geplanten, aber nie umgesetzten mittelalterlichen Burg. Neben dem Viadukt befindet sich eine historische Grabstelle.