Da, wo einst die Schleifer Handballer um jeden Tabellenplatz kämpften, die Kinder der Schleifer Schulen für erste sportliche Höchstleistungen trainierten, da herrscht dieser Tage gewisser Maßen eine Trauerstimmung. Denn die Halle ist längst für den Spielbetrieb geschlossen. Handballer und andere Sportarten werden in der neuen Halle am Deutsch-Sorbischen Schulkomplex durchgeführt.

Parkettstücke mit Markierungen sind gefragt

Zum vorerst letzten Mal hat jedoch in der ehrwürdigen Halle von Lok Schleife am vergangenen Sonnabend Hochbetrieb geherrscht: Der inzwischen versteigerte Parkettfußboden wartet nämlich hier auf seine Käufer. Nicht weniger als 276 Interessenten, die aller meisten ehemalige oder noch aktive Handballer, haben sich ein Erinnerungsstück einer langen Tradition gesichert. Inzwischen hat die Hälfte des Parketts einen Käufer gefunden. Gerade die mit Markierungen versehenden, rund einen Quadratmeter großen Stücke sind am gefragtesten. Die Idee zur Versteigerung hatte Alf Sergon. Der Handwerksmeister ist dem Handball seit Jahrzehnten verbunden.

Am 10. Dezember 1977 wurde die Sporthalle feierlich eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Die Sauna in der Sporthalle nahm im März 1980 den Betrieb auf, die Gaststätte „Sportlerklause“ wurde am 8. April 1982 eröffnet. Initiator dieser baulichen Tätigkeit und unermüdlicher Organisator der BSG war ihr Leiter Manfred Hascha, der bis zum Jahre 1991 die sportliche Entwicklung in Schleife wesentlich beeinflusst hat.