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Verkehrszählung läuft derzeit in Bad Muskau

Bad Muskau. An der Einfahrt zum Gehalm (Görlitzer Straße) ist seit Kurzem ein schwarzer Kasten angebracht. Er wirkt unscheinbar, wird aber im Laufe der nächsten Wochen feststellen, wie viele Autos Bad Muskau durchqueren. Regina Weiß

Darüber hat Hauptamtsleiter Dirk Eidtner am Mittwochabend den Stadtrat informiert. Die Zählung gibt es auch, weil Bad Muskau beantragt hatte, die Bereiche mit Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h, die es in Teilen der Innenstadt gibt, zu vergrößern. Derzeit muss ab Brauerei bis kurz nach der Einmündung Schmelzstraße 30 gefahren werden. Geplant ist, diesen Bereich auf der einen Seite bis zum Betreuten Wohnen Villa am Park, Berliner Straße 43, und auf der anderen bis zum Eingang zum Badepark zu vergrößern.

Die Parkstadt kann das nicht allein entscheiden, weil die Straße in Kreishoheit fällt. Nach einer Verkehrsschau mit Vertretern des Landkreises und der Polizei bekam Bad Muskau zu hören, dass das nicht so einfach machbar sei. Laut Dirk Eidtner gebe es aber für Kurstädte eine Sondermöglichkeit, die nun geprüft werden soll.

Ebenfalls noch kein Glück hat die Stadt mit ihrer Idee, die Ortsdurchfahrt für Lkw zu sperren. Auch das ist nicht so einfach zu realisieren, schließlich sollen Lieferanten, Müllfahrzeuge und Baufahrzeuge weiter die Stadt befahren können, ohne Sondergenehmigungen zu brauchen. Allerdings zeigt sich nach der Vor-Ort-Begehung auch da eine mögliche Hintertür, durch die man schlüpfen könnte. Ein Verbot für Sattelauflieger könnte in dem Fall die Lösung sein. Stadtrat Thomas Krahl (CDU) findet das gut. Denn gerade in letzter Zeit habe sich die Durchfahrt von Lkw stark erhöht, weil diese die Innenstadt als Abkürzung nehmen. "Es ist für die Anwohner kaum zu ertragen", sagte er im Stadtrat.