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| 03:04 Uhr

Verkehrsminister hält SKM für preisverdächtig

SKM-Chef Steffen Söll (Mitte) führte Minister Sven Morlok (l.) auch durch die Fertigungshalle. Foto: Preikschat
SKM-Chef Steffen Söll (Mitte) führte Minister Sven Morlok (l.) auch durch die Fertigungshalle. Foto: Preikschat FOTO: Preikschat
Weißwasser. Nach der gelungenen Firmen-Übernahme bei SKM in Boxberg im vergangenen Jahr hält Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) den Betrieb reif für den "Meilenstein"-Preis. Bei seinem Besuch wurde Morlok aber auch auf die mangelhaften Straßenverbindungen hingewiesen. Daniel Preikschat

Boxbergs Bürgermeister Roland Trunsch (Freie Wähler) und Vertreter der Presse mussten sich gedulden. Erst eine halbe Stunde später als geplant luden SKM-Geschäftsführer Kristin und Steffen Söll zum öffentlichen Betriebsrundgang mit anschließender Gesprächsrunde mit Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP). Offenbar war der Gesprächsbedarf groß zwischen Wirtschaft und Politik.

Themen dabei dürften zum einen die SKM-Bewerbung für den sächsischen "Meilenstein"-Preis gewesen sein, der im Herbst erneut verliehen wird. Dabei werden Firmen ausgezeichnet, in denen der Chef-Wechsel vorbildhaft gut über die Bühne gegangen ist. Es gehe dabei darum, erklärte Morlok, Interessenten die Firmen-Übernahme schmackhaft zu machen und dazu zu ermutigen. SKM falle dabei in die erste von drei Preis-Kategorien: die externe Übernahme. Als Außenstehende habe man SKM kennengelernt und mit der damaligen Geschäftsführung einen gut durchdachten Wechsel behutsam realisiert, sagte Steffen Söll, der aus Thüringen stammt. In den vergangenen fünf Jahren habe es sachsenweit nur fünf Chef-Wechsel in Unternehmen dieser Größe gegeben, so Söll. Und Morlok: "Die Firma hat gute Aussichten."

Das gilt offensichtlich auch in wirtschaftlicher Beziehung. Der 60-Mann-Betrieb sei international gut aufgestellt und liefere seine Förder-Anlagentechnik und Schüttsiebe bis nach Südost-Europa, Russland, Afrika und Südamerika. Allerdings, schränkte Steffen Söll ein, seien gerade die ersten Kilometer hinter dem Werkstor mitunter gar nicht so leicht zu bewältigen. Zwei Monate, nannte er ein Beispiel, hätten zwei Schüttsiebe für eine Firma in Indien in großen Kartons verpackt auf dem Werkshof stehen müssen. Wegen einer Straßen-Baustelle musste der Schwerlast-Transport warten. Generell, stimmte Söll Bürgermeister Trunsch zu, sei die Straßenverbindung Richtung Süden akzeptabel, nicht aber Richtung Berlin.