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| 22:13 Uhr

Boxberg
Verkehrskonzept für Boxberger See-Seite

Boxberg. Der Gemeinderat hat dem Entwurf zugestimmt. Auch der öffentliche Nahverkehr ist einbezogen. Von Christian Köhler

Einstimmig hat der Boxberger Gemeinderat dem Verkehrskonzept für die Boxberger Seite des Bärwalder Sees zugestimmt. Das Konzept war bereits im März vordiskutiert worden und nun sind einige Änderungen und Anregungen eingeflossen, wie die Verwaltung den Gemeinderäten erklärt. Dem beschlossenen Verkehrskonzept war bereits Anfang des Jahres die Fortschreibung des Tourismuskonzeptes für den gesamten See vorausgegangen. Darauf aufbauend soll nun die Verkehrssituation – gerade für die Boxberger Seite – verbessert werden. „Ziel des Konzeptes ist es, die bestehenden Konflikte, die sich etwa mit den genehmigten Bebauungsplänen ergeben, aufzulösen“, erklärt Bauamtsleiterin Cortina Kokles. Während nämlich auf der Klittener Seite „die Erschließung vernünftig geregelt ist, gibt es in Boxberg noch einige Problemstellen“, so die Bauamtsleiterin weiter.

Besonders die Haupteinfahrt zum Bärwalder See hat es in Boxberg in sich. Dort, wo sich die Staatsstraße 131, die Alte Bautzener Straße aus Boxberg kommend sowie die Zufahrt zum Boxberger Seestrand treffen, müssen vor allem Radfahrer und Fußgänger extrem aufpassen. Auch die Steuerung des motorisierten und unmotorisierten Verkehrs oberhalb des Boxberger Strandes sei nicht zu verachten, hieß es bereits im März. Befürchtet werde, dass sich gerade im Bereich des Tourismusinformationszentrums (TIZ) Fußgänger, Radfahrer, Pkw und Lkw in die Quere kommen könnten. Schließlich gilt dieser Bereich als Bummelmeile am See, gleichzeitig als Zufahrt zu den neuen Resorts, einem Hotel sowie zum Theater im Ohr und nicht zuletzt gilt er als Teil des Seerundweges.

„Mit dem Konzept erfüllen wir eine Auflage des Landkreises“, erklärt Cortina Kokles. Insgesamt kostet die neue Planung der Verkehrsgestaltung etwa 40 000 Euro, ein Viertel davon zahlt die Gemeinde, während der Rest gefördert wird. Die Planungen sehen vor, dass breite Erschließungsstraßen errichtet werden sollen. Darüber hinaus seien Zufahrtsstraßen von bereits bestehenden Verkehrswegen sinnvoll. Ebenso dürfe eine Buswendeschleife nicht vergessen werden.

Das Konzept soll auch Maßnahmen ableiten, die sich aus den touristischen Nutzungszielen ergeben: Boxberg soll als Hauptort das „Urlaubszentrum am Bärwalder See“ mit ganzjährigen Übernachtungsmöglichkeiten entwickelt werden. Der Standort Klitten soll zum Wassersportzentrum werden. Hier sollen einerseits stärker auf den Sportboothafen gesetzt werden, heißt es in dem Tourismuskonzept bis 2025. In Uhyst müsse dagegen das Potenzial der ländlichen Idylle stärker vermarktet und umgesetzt werden. Der Bereich Merzdorf soll nach den Vorstellungen des Konzeptes für jüngere Urlauber ausgebaut und nutzbar gemacht werden.