Mitbestimmung wird in Schleife jetzt großgeschrieben. Doch das Ganze ist nicht so einfach, wie der Ortschaftsrat jetzt feststellen musste. Es geht um die Verkehrsführung auf der Hoyerswerdaer Straße und das Thema Verkehrsberuhigung auf dem Werksweg. Beide Themen hatten Bürger als veränderungswürdig in den Ortschaftsrat hineingetragen. Und der wollte die Diskussion darüber so breit wie möglich aufstellen, erläutert Ortsvorsteher Wolfgang Goldstein der Rundschau auf Nachfrage. Dazu hatte man im Schleifer Amtsblatt im November einen Umfragezettel platziert. Mit mehr als 50 Rückmeldungen ist Wolfgang Goldstein durchaus zufrieden. Doch die Tücke lauert bei der Hoyerswerdaer Straße, die an der ehemaligen Schule vorbeiführt, im Detail.

Empfehlung für Vorfahrtsregel erst nach Beratung mit Fachleuten

Da sind zum einen die Anwohner, die gern die bestehende Rechts-vor-Links-Regel beibehalten würden, um die Raser nicht vor ihrem eigenen Haus zu haben. Und da sind die Autofahrer, die die Straße „nur“ zum Durchfahren nutzen. Die möchten das gern zügig tun. „Derzeit ist die Lage pari pari“, schätzt Wolfgang Goldstein im Gemeinderat ein. Auf diesen Unterschied der „Lager“ hätte man bei der Fragebogenaktion mehr eingehen müssen.
Um nichts übers Knie zu brechen, so der Ortsvorsteher, möchte man in einer Beratung die Fakten noch einmal austauschen. Dazu braucht es Fachleute mit am Tisch. Erst danach wolle der Ortschaftsrat eine Empfehlung an den Gemeinderat aussprechen.