Bedingt durch die anhaltenden Maßnahmen der gegenwärtigen Pandemie war es auch das zweite Jahr nacheinander nicht möglich, ein Schützenfest zu feiern, bei dem die Öffentlichkeit eingeladen war. So mussten die Mitglieder der Muskauer Schützengilde Gastvereine und Einwohnern der Parkstadt außen vor lassen.
Da aber die über 500-jährige Tradition dieses Vereins aufrecht erhalten bleiben sollte, blieb es den Mitgliedern gemeinsam mit Angehörigen vorbehalten, das 29. Schützenfest der Neuzeit (nach der Wende) wieder intern zu begehen. Statt im Juni, traf sich die Gemeinschaft im September am Schützenhaus, teilt Wolfgang Lehmann vom Vereinsvorstand mit.
Neben dem gemütlichen Beisammensein ging es am Vereinshaus in Bad Muskau-Berg ging auch darum, wer sich mit dem Königstitel des Jahres 2021 schmücken kann.
Während zunächst beim Luftgewehrschießen auf die verdeckte Scheibe Christine Ganick und Bastian Bormann die Siegerpokale erhielten, stand der absolute Höhepunkt des Tages an: Wer würde diesmal das Glück des Tüchtigen haben, den hölzernen Adler zur Strecke zu bringen und die Schützenkette für ein Jahr in Besitz zu nehmen?
16 Schützen stellten sich dem Kampfgericht. In den folgenden Durchgängen war die Spannung groß, schildert Wolfgang Lehman. Schließlich lässt der Adler nur Stück für Stück seine hölzernen Federn. Mit dem 85. Schuss – und damit weniger als 2020 – fiel in diesem Jahr der Adler zu Boden und bescherte Wilfried Nitschke aus Bad Muskau die Königswürde. Mit großem Stolz nahm er die neu gestaltete Königskette der Muskauer Schützengilde 1511 in Empfang.