So kennt man sie seit vielen Jahren - als Betriebsratsvorsitzende des Nieskyer Bombardier-Waggonbaubetriebes, als Stadträtin, als stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeisterin. Nein, die bequeme Tour ist nicht die Sache dieser Christine Lorenz.
Das sollte gestern seine verdiente Anerkennung finden, als die Nieskyerin gemeinsam mit elf weiteren Bürgern in der Landeshauptstadt mit dem Sächsischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde.
Besonders ihre Verdienste um den Erhalt des traditionsreichen Nieskyer Waggonbaustandortes und die damit verbundene Sicherung von Arbeitsplätzen sind unvergessen. Auch jetzt ruht Christine Lorenz nicht, denn um das Werk steht es nicht gut (die RUNDSCHAU berichtete). Für 104 Waggonbauer, fast ein Drittel der Belegschaft, kommt das Aus.
Als Rettungsanker bietet sich offenbar ein Verkauf des Nieskyer Betriebes an. Verhandlungen sind im Gange.
Bürgermeister Wolfgang Rückert habe Christine Lorenz gestern auf dem Weg nach Dresden ein Glückwunschschreiben mitgegeben, wie er der RUNDSCHAU verriet. „Ihre Arbeit, ob nun im Waggonbau-Betrieb oder im Stadtrat, verdient hohe Anerkennung. Sie setzt sich für die Interessen der Menschen ein“ , unterstrich er. Wie er hinzufügte, könne die Stadt nur dankbar sei, dass es diese Christine Lorenz gibt. „Wir hoffen, dass sie uns noch lange erhalten bleibt“ , so der Bürgermeister abschließend.