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Verbunden durch Jesus Christus

Man sieht sie nur noch selten: Hirten die mit einer Schafherde unterwegs sind. In Israel, wo Jesus lebte, gehörten die Herden mit den Hirten zum Alltagbild fast jeden Ortes! Schon die größeren Kinder gingen mit den Herden auf die Weiden und in die Berge. Michael Jahn, Pfarrer der Kirchengemeinden Krauschwitz und Podrosche-Pechern

Das war nicht gerade ungefährlich! Nach heutigen Maßstäben hätten sie wahrscheinlich Risikozulage bekommen. Denn wilde Tiere, aber auch umherziehende Räuber und Diebe und die Launen der Natur machten ihnen zu schaffen - dem allen waren sie ausgeliefert. Oft genug allein, hatten sie doch eine ganze Herde zu behüten. Und meist im Dienst für die Besitzer.

So war es für viele nur ein Job. Sie waren aufs Geld aus. Diese machten sich denn auch, sobald es gefährlich wurde, aus dem Staub. Die Schafe lagen ihnen nicht wirklich am Herzen.

Jesus ist anders. Er ist nicht nur Hirte. Er ist der gute Hirte für uns, für die Herde Gottes. An jedem Einzelnen liegt ihm. Keinen möchte er verlieren. Alles riskiert er für uns. "Ich lasse mein Leben für die Schafe", sagt Jesus. Und er hat es am Kreuz auch getan: Er litt und starb am Kreuz für uns.

Zwischen den Schafen und ihrem guten Hirten herrscht Vertrauen und Vertrautheit. Der Hirte erkennt jedes einzelne Schaf am Aussehen und an seinem Blöken. Die Schafe kennen die Stimme ihres Hirten. Glauben heißt: So auf Jesus vertrauen.

Jesus redet von verschiedenen Ställen, die doch durch ihn, den einen Hirten, zusammengehören. Damals war das der Stall "Israel" und der Stall "Völkerwelt". Heute heißt der Stall "Evangelische", der Stall "Katholiken", "Orthodoxe" oder "Freikirchen". Sie alle sind verbunden durch ihren Hirten Jesus Christus. Und eines Tages werden sie ihm alle als eine große Herde folgen. Maßgeblich ist nicht die Konfession, sondern das Vertrauen zu Jesus, dem Hirten.