„Ich bin zum ersten Mal in dieser Region. Da ich selbst ein Naturmensch bin, finde ich es hier einfach fantastisch“, meint die Pleinair-Teilnehmerin. Heute Findlingspark, gestern Fürst-Pückler-Park. Immer besondere Erlebnisse. Samstag die Führung durch den Muskauer Park. Danach erste Arbeiten. „Die Veilchen auf der Wiese waren eine tolle Inspiration“, erzählt Ilona Chvalova . Drei Bilder entstehen. Erst im Kopf, später auf Leinwand. Erinnerungen in Pulverpigmentfarben. Drei Stück. „Mit einem Bild bin ich soweit fertig, eins ist zur Hälfte fertig und das dritte entsteht gerade“, lacht die Künstlerin aus Liberec. Das aktuelle Pleinair – wieder Neuland. „Mit einer befreundeten Künstlerin war ich schon bei einer Veranstaltung in Amerika. Alle anderen lerne ich neu kennen. Aber gerade das mag ich, mich immer wieder mit verschiedenen Künstlern zu treffen“, freut sich die 55-Jährige. Mindestens genau so angetan ist Sabine Brettschneider, die seit sieben Jahren in Brüssel wohnt: „Ich war vor ein paar Jahren schon mal im Pückler-Park.“ Damals im Hochsommer, diesmal zu Sommerbeginn. „Schon allein die andere Jahreszeit sorgt für ganz andere Stimmung, andere Blumen wachsen. Zudem hat sich am Schloss und an den Anlagen sehr viel getan“, schwärmt die 45-Jährige. Überall hat sie ihren Skizzenblock dabei. Auch im Findlingspark Nochten. Ein schattiges Plätzchen, Konzentration. Immer wieder Kohle-Skizzen. Neue Lichtspiele, andere Farbkombinationen. „Zu Hause entstehen daraus Ölgemälde“, erklärt Sabine Brettschneider. Eine Woche lebt und arbeitet sie mit den anderen Künstlern zusammen. Erst in Bad Muskau, dann im polnischen Morawa.

Zwei Parkanlagen, die mindestens zwei Dinge einen: zum einen das Wirken des in ganz Europa bekannten Parkgestalters Eduard Petzold (1815 – 1891), zum anderen die künstlerische Betrachtung durch die 13 Teilnehmer des Pleinairs „Park – Landschaft – Kunstraum“.