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| 02:49 Uhr

Vegane Wurst und Fehlerteufel

In der jüngsten Ratssitzung in Trebendorf war Frank Loff aus Schleife zu Gast. Er gehört zur Gruppe der First Responder (Ersthelfer), die es nun schon über ein Jahr gibt. rw/ckx

Er berichtete aus der Arbeit der Frauen und Männer. Diese sei leider auch mit jeder Menge Bürokratie verbunden. "Wenn wir dreimal Blutdruck messen, dann müssen wir auch alle drei Werte aufschreiben und uns nicht den schönsten aussuchen", so Loff. Die Gruppe komme übrigens nicht nur bei ärztlichen Notfällen, sondern auch zur Absicherung von Veranstaltungen zum Einsatz, so auch beim Borstelweglauf für Jugendwehren. Den hatte diesmal die Feuerwehr Trebendorf ausgerichtet. Laut Loff sei die Verpflegung sehr gut gewesen. Der Kommentar von Wolfgang Zech, Bearbeiter Bergbau: "Ja, ja, wie die Verpflegung, so die Bewegung.".

Zum Schluss der jüngsten Sitzung des Groß Dübener Gemeinderates ging es darum, ob sich nicht etwas einbauen lasse, um den Füllstand der abflusslosen Sammelgrube an der Alten Schule in Halbendorf einfacher ermitteln zu können. Gemeinderat Harald Rösch verneinte das. Es gebe nichts Praktikables, außer regelmäßige Sichtkontrollen. "Wenn Du nicht geguckt hast, dann riechst Du es", kommentierte einer aus der Runde.

Das hat Horst Kiefer aus Weißwasser noch nicht erlebt: In dieser Woche hat er eine gut 26 Zentimeter lange Mohrrübe in seinem Garten geerntet. "Ich habe seit 1968 meinen Garten, aber das ist mir das erste Mal passiert", erzählt der 75-Jährige. In seinem Garten baut er übrigens neben Möhren auch Grünkohl, Sellerie, Petersilie, Kartoffeln und Futterrüben an. "Die Möhre kommt auf jeden Fall in den Eintopf", sagt er. Die Zutaten dafür wachsen jedenfalls noch immer in seinem Garten.

Nicht nur viele närrische Gäste halten dem Elferrat in Bad Muskau die Treue, sondern auch das Fehlerteufelchen wie Nicole Krause vom Verein beim Pressegespräch in der Woche bestätigen musste. Auf den rund 15 000 Flyern, die der Verein hatte drucken lassen, sind leider die Termine von Weiberfastnacht (richtig 23. Januar) und Karneval für Menschen mit Behinderung (30. Januar) vertauscht worden. "Da haben nun so viele drüber gelesen und keiner hat es gesehen", so Nicole Krause.

Wenn die Karnevalisten zusammenkommen, dann hat alles seine Ordnung. Bei den Spinnstunden zum Programm wird bei den Bad Muskauern Protokoll geführt. Das ist aus Sicht von Präsident Stephan Enax auch gut so. "Sonst wissen wir in der Woche drauf nicht, was wir besprochen haben."

Bei den Herrlichkeiten im Bad Muskauer Elferrat ist man ganz fest der Meinung: "Männer sind von Natur aus folgsam". So zumindest der einheitliche Oh-Ton der Männer beim Pressegespräch. Da muss Michael Rößler als Trainerin des Männerballetts verbal dazwischen grätschen. "Da stimmt nicht, wegen der Männer musste ich diesmal ein paar Mal die Tänze ändern."

Ein Schlachtfest ohne richtige Würste. Eigentlich nicht vorstellbar. Doch für die Tierrechtsorganisation PETA. Die wandten sich nach dem 15. Schlachtfest am vergangenen Wochenende in Rohne mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. Im Sinne des Tierschutzes, der Nachhaltigkeit und einer gesunden rein pflanzlichen Ernährung schlägt PETA Deutschland den Veranstaltern des Schlachtfestes ein neues Konzept vor: Feiern die Bürgerinnen und Bürger aus Rohne im kommenden Jahr ein Veggie-Fest unter dem Motto "Tiere achten, statt schlachten", spendiert die Tierrechtsorganisation 500 vegane Würstchen und unterstützt die Gemeinschaft außerdem mit zahlreichen tierfreundlichen veganen Rezeptvorschlägen. "Tradition rechtfertigt niemals Tierquälerei - sogenannte Schlachtfeste sind völlig veraltet und nicht mit der heutigen aufgeklärten Gesellschaft zu vereinbaren", so Felicitas Kitali, Ernährungswissenschaftlerin und Fachreferentin bei PETA Deutschland e.V. "Mit dem neuen tierleidfreien, rein pflanzlichen Verpflegungskonzept könnten die Bürgerinnen und Bürger aus Rohne ein klares Zeichen für einen Wertewandel hin zu mehr Mitgefühl für alle Lebewesen setzen", heißt es weiter.

Im Haushalts- und Sozialausschuss der Stadt Weißwasser in dieser Woche stellte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) wie immer die Beschlussfähigkeit fest. "Wir sind heute acht Mitglieder", zählte er. Da meldete sich Bernd Frommelt (KJiK) zu Wort. "Ich glaube, wir sind nur sieben", fragt er. Pötzsch zählt noch einmal durch. Ganz am Ende des Tisches saß Gudrun Stein (Linke) als achtes Mitglied des Ausschusses, die Frommelt offenbar übersehen hatte. "Das gibt's ja wohl nicht", monierte sie. "Das gibt 'ne gelbe Karte", sagte sie Bernd Frommelt mit einem Schmunzeln.

Während der Ergebnispräsentation der zweiten Planungswerkstatt in Weißwasser konnten Bürger die Empfehlungen der Wissenschaftler hinterfragen. Ulli Teichert meldete sich zu Wort: "Ich sag mal etwas Positives", begann er, "das ist man ja von mir nicht gewohnt." Die Ideen der Werkstatt fände er "super", jedoch werde zur Umsetzung viel Geld benötigt.

Am vergangenen Wochenende wurde in Halbendorf gezampert. "Besonders angenehm war zu erleben, dass die jüngere Generation wieder mit einbezogen wurde", fand der Halbendorfer Wolfgang Kotissek. Der RUNDSCHAU übermittelte er noch einen Schnappschuss mit Eierfrau (Henry Bartsch) und Eiermann (Andreas Herkula). Beide seien sicherlich wegen ihres Charmes von den Halbendorfern reich belohnt worden.