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| 01:36 Uhr

Vattenfall legt für Ortsteile Umsiedlungsangebot vor

Trebendorf. Auf den Tag genau, wie vereinbart, hat Bergbaubetreiber Vattenfall der Gemeinde Trebendorf jetzt das Soziale Anforderungsprofil (SAP) für die Ortsteile Mühlrose und Klein Trebendorf vorgelegt. Das sind die Angebote zur Entschädigung, wenn es zur Umsiedlung kommt. ni

Die Mehrheit der Einwohner dieser beiden Bereiche hat sich für eine kurzfristige Umsiedlung entschieden. Voraussetzung ist jedoch, dass Vattenfall das Vorranggebiet genehmigt bekommt. Das Verfahren dazu läuft bereits. Nun ist die Gemeinde gefordert, stellt im Gegenzug einen eigenen Forderungskatalog auf. Auf dieser Basis wird dann ein Grundlagenvertrag zwischen Gemeinde und Vattenfall ausgehandelt. Es geht - wie bereits mit dem Trebendorf- und Schleife-Vertrag - um einen Kompromiss zur sozialverträglichen Umsiedlung.TagebauentwicklungDer Tagebau Nochten führt nach dem 94er-Braunkohlenplan an Mühlrose vorbei. Er nimmt aber (wie teilweise auch von Rohne und Mulkwitz) neun Grundstücke am Mühlroser Damm mit. Auf seinem Weg von Trebendorf /Hinterberg (die Einwohner werden bis 2013 umgesiedelt) wird der Trebendorfer Ortsteil Mühlrose abgeschnitten, Zufahrtsstraßen verschwinden, Wälder werden abgeholzt usw. Bei Mulkwitz würde der Tagebau auslaufen und Mühlrose als Halbinsel bestehen bleiben. VorranggebietDas wollen die Mühlroser nicht mitmachen und haben sich deshalb für eine vorfristige Umsiedlung entschieden. Diese wollen die Mühlroser auch, sollte das Vorranggebiet des Tagebaus Nochten nicht genehmigt werden (die RUNDSCHAU berichtete).Wird es genehmigt, frisst der Tagebau nach Trebendorf /Hinterberg auch Klein Trebendorf, den Bereich Schleife bis an die Bahn sowie komplett Rohne und Mulkwitz, wendet dann und baggert Mühlrose (43 Grundstücke) ab. Zirka 1550 Menschen sind im Vorranggebiet betroffen. ni