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Urteil nach fahrlässiger Tötung in Bad Muskau rechtskräftig

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Weißwasser/Görlitz. Das Urteil des Amtsgerichtes Weißwasser im Prozess gegen einen 46-jährigen Weißwasseraner Unternehmer vom Juni dieses Jahres ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte zwar Revision dagegen beim Oberlandesgericht eingereicht, diese aber, wie Till Neumann von der Staatsanwaltschaft Görlitz gegenüber der RUNDSCHAU bestätigte, nun wieder zurückgezogen. Christian Köhler

"Wir haben nach einer Prüfung erkannt, dass wir keinen Erfolg damit haben werden", so Neumann. Die Anwälte wollten überprüft haben, ob in dem Fall noch eine Bewährungsstrafe zulässig ist oder nicht.

Der Weißwasseraner Firmeninhaber war 2015 unter Kokaineinfluss in Bad Muskau in einen Kleinwagen gerast. Dabei verstarb ein Insasse nachweislich an den Folgen der Verletzungen, eine weitere Person war schwer verletzt, starb jedoch laut einem medizinischen Gutachten später eines natürlichen Todes. Eine dritte Person ist seitdem an den Rollstuhl gefesselt.

Das Urteil des Amtsgerichtes Weißwasser, eine Haftstrafe gegen den Unternehmer von 14 Monaten, ausgesetzt zu drei Jahren Bewährung, und einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro zu verhängen, ist nun rechtskräftig. Allerdings seien gegen den Verurteilten noch zahlreiche Zivilverfahren nach dem Unfall anhängig, hieß es.