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Prozess in Görlitz
Urteil im Mordfall Niesky erwartet

Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik steht am 13.02.2017 vor einem Plattenbau in Görlitz (Sachsen). Ein Mann und eine Frau aus Niesky sollen Anfang Februar einen Mann in eine Wohnung in Görlitz gelockt, erstickt und danach mit dessen EC-Karte Geld abgehoben haben.
Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik steht am 13.02.2017 vor einem Plattenbau in Görlitz (Sachsen). Ein Mann und eine Frau aus Niesky sollen Anfang Februar einen Mann in eine Wohnung in Görlitz gelockt, erstickt und danach mit dessen EC-Karte Geld abgehoben haben. FOTO: Danilo Dittrich / dpa
Görlitz. Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines 24-Jährigen aus Niesky soll es heute am Landgericht Görlitz das Urteil geben. Der Staatsanwalt hatte am vergangenen Donnerstag lebenslange Haftstrafen für die beiden Angeklagten gefordert.

Dem deutschen Paar wird vorgeworfen, ihr Opfer am 5. Februar aus Habgier und Heimtücke in eine Wohnung in Görlitz gelockt und mit einem Schlag auf den Hinterkopf betäubt zu haben. Der junge Mann soll nach dem Erpressen der Geldkarte und des Autos mit drei Plastiktüten erstickt worden sein.

Hintergrund dieses Gewaltverbrechens war nach Ansicht des Staatsanwalts der Plan der 24-Jährigen, ihren Sohn nach dem Sorgerechtsentzug vom leiblichen Vater zu entführen. Ihren 34-jährigen Komplizen habe sie für diese Tat benutzt. Sein Verteidiger räumte den Mord ein.

Der Vertreter der Angeklagten erklärte, dass sie im strafrechtlichen Sinn nicht für die Tötung verantwortlich sei. Beide Angeklagten wurden knapp zwei Wochen nach dem Mord aufgrund von Zeugenhinweisen durch die Polizei festgenommen und befinden sich seitdem in den Untersuchungshaft.

(dpa)